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Hochwasserschutz in Hannover

Hannover ist immer wieder von Hochwasserereignissen betroffen gewesen. Dadurch sind teilweise große Schäden entstanden.

Hochwasserschutz in Hannover © Landeshauptstadt Hannover

Hochwasserschutz in Hannover

 
Zuerst fragt man sich: "Was hat Hannover mit Hochwasser zu tun?" Beim genaueren Hinsehen, insbesondere in die Vergangenheit, zeigt sich, dass Hannover immer wieder von Hochwasser betroffen war und dadurch teilweise große Schäden entstanden sind.

In Hannover ist der Hochwasserschutz schon lange ein wichtiges Thema. Bereits im 17. Jahrhundert wurde der "Schnelle Graben" zur Abführung von Hochwasser gebaut; er erfüllt bis heute seine Funktion. Die Ihme dient dabei als Umleitung für die Leine, die am Rand der Altstadt entlang fließt. Die Ihme nimmt heute bei Hochwasser etwa 90 Prozent der gesamten Wassermengen auf, der Rest fließt durch die Leine am Hohen Ufer entlang.

Auslöser für den Bau von Hochwasserschutzeinrichtungen waren in der Regel immer extreme Hochwasserereignisse, wie 1808, 1909 und 1946. Die Stadtentwicklung war seinerzeit eng mit der Ausdehnung der Siedlungsflächen verbunden, wodurch natürliche Überschwemmungsräume verloren gingen und die Siedlungsräume von Hochwasserereignissen betroffen waren. Gerade auch im Bereich der Benno-Ohnsorg-Brücke (die damals noch Ihme-Brücke hieß) zeigte sich, dass durch die erfolgte Uferbebauung eine natürliche Überschwemmung der Seitenbereiche nicht mehr möglich war und besonderer Aufmerksamkeit bedarf. Im Laufe der Zeit wurden weitere Schutzeinrichtungen entlang der Leine und Ihme als Deiche, Dämme oder Mauern errichtet.

Wie groß das Interesse der Bevölkerung am Thema Hochwasserschutz ist, zeigt sich sehr deutlich in Ricklingen. Der 1954 fertig gestellt Ricklingen Deich schützt den Stadtteil vor Hochwasser. Seit 1996 werden hier Deichfeste durchgeführt und symbolisch "Deichgrafen" ernannt.