KEP

Kulturentwicklungsplan

Der Kulturentwicklungsplan (KEP) stellt die kulturellen Ziele und Perspektiven sowie den Handlungsrahmen der Stadt Hannover für die nächsten Jahre dar.

KEP 2030: "Vorwärts nach weit"

 

Entstehung des KEP

In einem groß angelegten Beteiligungsverfahren mit rund 500 Kulturakteur*innen wurde zwischen August 2018 und März 2020 der städtische Kulturentwicklungsplan entwickelt. Der Prozess hat in einem kontinuierlichen Dialog zwischen der Kulturverwaltung, den Kulturinstitutionen und -schaffenden, den Gremien der Kulturhauptstadtbewerbung sowie der Kulturpolitik stattgefunden und wurde von externen Berater*innen begleitet.

Im April 2020 wurde die kulturelle Langzeitstrategie unter dem Motto "Vorwärts nach weit" vom Rat der Landeshauptstadt Hannover beschlossen.

 

Zusammenhang zur Kulturhauptstadtbewerbung

Der KEP war ein wichtiger und notwendiger Baustein und eine Voraussetzung für die Bewerbung als "Kulturhauptstadt Europas 2025". Zugleich ist der KEP eigenständig. Er bezieht sich nicht vorrangig auf das Jahr 2025, sondern auf den gesamten Zeitraum von 2020 bis 2030.

 

KEP - Was ist das?

Im KEP wird die kulturelle Langzeitstrategie der Stadt beschrieben. Er ist der Rahmen, in dem sich das künstlerische und kulturelle Leben entwickelt. 

Hannovers Kulturentwicklungsplan richtet den Blick "Vorwärts nach weit" - bis ins Jahr 2030. Er ist mit seinen Leitlinien der kommunalen Kulturarbeit Grundlage und wertvolles Instrument für die Kulturentwicklung der nächsten zehn Jahre.

 

Inhalt des KEP

Der Kulturentwicklungsplan stellt nach einer Einleitung das Kulturprofil der Stadt dar. Hier wird deutlich, dass Hannover bereits eine vielfältige, teils exzellente Kulturstadt ist. Eine Analyse der Potenziale und Herausforderungen zeigt auf, an welchen Stellen eine infrastrukturelle und strategische Weiterentwicklung notwendig ist. Der Handlungsbedarf, der sich daraus ergibt, wird in vier Handlungsfeldern mit 18 konkreten Zielen und insgesamt 133 Maßnahmen beschrieben.

 

Die vier Handlungsfelder

  • Ein starkes Fundament,
  • Für Kultur als Möglichkeitsraum,
  • Auf der Weltbühne Hannover und
  • Im Mittelpunkt der Mensch

bilden das strategische Narrativ des rund 70 Seiten starken Dokuments.

 

⇒"Ein starkes Fundament" bezieht sich unter anderem auf infrastrukturelle Verbesserungen, die Schaffung von geeigneten Rahmenbedingungen und die Weiterentwicklung von Förderstrukturen. 

Ziele dieses Handlungsfelds sind die Weiterentwicklung der kommunalen und kommunal geförderten Kulturinstitutionen und die Weiterentwicklung der Förderstrukturen und Vergabeverfahren in der Kulturförderung. Zu den Zielen gehören außerdem die Stärkung der Freien Kulturszene und die Förderung des Empowerments und des Zusammenwirkens der Kulturschaffenden.

Maßnahmen zur Zusammenarbeit mit der Kultur- und Kreativwirtschaft und der lokalen Wirtschaft zur Unterstützung des digitalen Wandels und zur Entwicklung einer zeitgemäßen Kulturkommunikation vervollständigen den Maßnahmenplan dieses Handlungsfeldes.

 

⇒"Für Kultur als Möglichkeitsraum" widmet sich unter anderem dem Bereich der kulturellen Stadtentwicklung und der verbesserten Handlungs- und Wirkungsfähigkeit von Kulturakteur*innen im Dialog mit der Verwaltung. Dies soll durch die Entwicklung von Freiräumen und die Etablierung einer "Ermöglichungskultur" erreicht werden. Weitere Ziele in diesem Handlungsfeld sind unter anderem die Weiterentwicklung der Kultur im Stadtteil und die Bewahrung und Erneuerung der Kunst im öffentlichen Raum.

 

⇒"Auf der Weltbühne Hannover" enthält Maßnahmen zur Internationalisierung der hannoverschen Kultur, sowohl in der Außenwahrnehmung und im kulturellen Angebot als auch in Bezug auf die Sichtbarmachung der bereits vorhandenen internationalen Kulturszene innerhalb der Stadt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf der Nutzung bereits bestehender internationaler Netzwerke sowie der Reflexion der internationalen Stadtgeschichte.

 

⇒"Im Mittelpunkt der Mensch" beschreibt demokratie- und gesellschaftsfördernde Maßnahmen, die das Ziel haben, neue kulturelle Zugänge zu schaffen und Demokratie zu stärken. Durch Beteiligung sollen gezielt Barrieren abgebaut werden. Mit Programmen der kulturellen Bildung und mit historisch-politischen Bildungsangeboten sollen kulturelle Teilhabe und demokratisches Verständnis gefördert werden.

 

Das KEP.UPDATE „WEITer NACH VORWÄRTS“
 

KEP-Update: "Weiter nach Vorwärts"

 

Fünf Jahre nach Erstellung des KEP sind - bedingt durch die Corona-Pandemie, die Energiekrise, die veränderte öffentliche Haushaltslage und die Zunahme globaler Zuspitzungen - neue Bedarfe und Herausforderungen entstanden. Um diesen angemessen entgegenzuwirken hat der KEP ein Update erhalten und verfolgt dabei vier Kernziele:

  • Rückblick der bisherigen Umsetzung
  • Einordnung veränderter Rahmenbedingungen
  • Schärfung der kulturpolitischen Schwerpunkte für die Jahre 2026 - 2030
  • Formulierung von Kernmaßnahmen und –ideen für die kommenden Jahre.

Das KEP.UPDATE ersetzt den Kulturentwicklungsplan nicht. Es ergänzt ihn im Sinne einer rollenden Planung, die sich immer wieder an veränderte Rahmenbedingungen anpasst.

 

Ausblick

Aktuelle Herausforderungen und Rahmenbedingungen bilden den Ausgangspunkt für die zentralen Leitlinien bis 2030:

  1. Demokratie stärken
  2. Resilienz stärken
  3. Digitalisierung und KI strategisch gestalten
  4. Teilhabe, Diversität und Öffnung als Prinzip
  5. Entwicklungsstrategien vorantreiben
  6. Kulturelle Stadtentwicklung

Die Kernmaßnahmen und –ideen für die kommenden Jahre orientieren sich an den vier Handlungsfeldern des KEP und arbeiten mit der Bildsprache der Inseln: als eigenständige Räume mit klaren Profilen, die über Brücken miteinander verbunden bleiben.

 

Visualisierung der 4 Handlungsfelder

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