EUROCITIES Hauptversammlung in Utrecht: Städte gestalten Europas Zukunft gemeinsam

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EUROCITIES Hauptversammlung in Utrecht: Städte gestalten Europas Zukunft gemeinsam

Vom 8. bis 10. Juni 2026 trafen sich Oberbürgermeister*innen und Vertreter*innen zahlreicher europäischer Städte zur EUROCITIES Hauptversammlung im niederländischen Utrecht. Unter dem Motto „Sharing horizons, connecting people“ stand die Verbundenheit zwischen den Städten sowie aktuelle Herausforderungen wie Demokratiestärkung, Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und die Zukunft Europas im Mittelpunkt.

   

Ein zentrales Leitmotiv der Konferenz war die Rolle der Städte als Fundament Europas: Ohne starke Städte keine starke Europäische Union.  Städte sind nicht nur Orte des Zusammenlebens, sondern auch Motoren für Innovation, politische Gestaltung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Zugleich zeigen sich Krisen wie der Klimawandel oder der Druck auf demokratische Strukturen hier besonders deutlich.

 

Demokratiestärkung rückt ins Zentrum kommunaler Politik

Ein deutliches Signal der Konferenz: Demokratiestärkung zählt mittlerweile zu den wichtigsten Prioritäten europäischer Oberbürgermeister*innen - neben Klimaschutz und bezahlbarem Wohnraum. Hintergrund sind zunehmende Sorgen über gesellschaftliche Spaltung, Desinformation sowie ein sinkendes Vertrauen in Institutionen und zunehmende Bedrohungen kommunaler Mandatsträger*innen.

Die Botschaft aus Utrecht ist klar: Städte sind zentrale Orte demokratischen Lebens. Sie erleben politische Spannungen unmittelbar und müssen darauf reagieren – durch Beteiligung, Transparenz und offenen Dialog. Gleichzeitig wurde die Bedeutung europäischer Solidarität betont, etwa mit ukrainischen Kommunen sowie mit demokratischen Kräften in der Türkei. Viele Teilnehmende forderten eine entschlossenere Haltung der Europäischen Union.

Paneldiskussion mit den stellvertretenden Bürgermeister*innen der ukrainischen Städte Kyiv, Kherson und Mariupol

Ein eindrucksvolles Zeichen für den Stellenwert demokratischer Werte setzte die Verleihung des „City Heroes Award“ an den Istanbuler Bürgermeister Ekrem İmamoğlu für seinen Einsatz für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und kommunale Selbstverwaltung. Der langanhaltende Applaus im Saal machte die große Solidarität unter den europäischen Städten deutlich.  

Verleihung des “City Heroes Award“ an den Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu

Städte als Treiber europäischer Politik

Auch finanzielle und strukturelle Fragen standen im Mittelpunkt. Deutlich wurde: Städte müssen stärker in europäische und nationale Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Ausreichende finanzielle Mittel – insbesondere im Hinblick auf den EU-Haushalt ab 2028 - und eine frühzeitige Beteiligung sind entscheidend, um politische Ziele vor Ort umzusetzen. Zugleich wurde betont, dass Städte unverzichtbare Partner für die Erreichung europäischer Ziele sind.

 

Gemeinsame Werte und konkrete Zusammenarbeit

Die Konferenz unterstrich die Bedeutung von Zusammenarbeit und gegenseitigem Lernen. Ausgezeichnete Projekte zeigen, wie innovative Lösungen zwischen Städten übertragen werden können. Für die Stadt Hannover bestätigt die Teilnahme den hohen Stellenwert europäischer Netzwerke. Der Austausch mit anderen Städten ermöglicht es, voneinander zu lernen, gemeinsame Positionen zu entwickeln und kommunale Interessen auf europäischer Ebene wirksam einzubringen.

 

Mehr Informationen: Europe is tested in its cities - Eurocities

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