Ein Minibus mit Rollstuhlrampe steht der Stadtverwaltung Mykolajiw ab sofort zur Verfügung. Gerade angesichts der hohen Zahl von Kriegsverletzten und Menschen mit kriegsbedingten Behinderungen werden barrierefreie Fahrzeuge in der Ukraine dringend benötigt. Die Stadt Hannover hatte den Minibus auf Bitte von Mykolajiw im Rahmen des Projektes „Verbesserung des Bevölkerungsschutzes und Wiederaufbau in kommunalen Partnerschaften mit der Ukraine“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung erhalten. Beschafft wurde das Fahrzeug durch die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ). Im Juni wurde es von der Stadt Hannover in die Ukraine überführt.
Die Transportfahrt nutzte auch das kommunale Wohnungsunternehmen hanova, um technische Geräte für das neu gegründete kommunale Wohnungsunternehmen Svii Dim nach Mykolajiw zu bringen. Die Ausstattung soll insbesondere die Arbeit der dortigen Architekt*innen unterstützen.
Darüber hinaus stellte Martin Schott, Oberarzt bei der Diakovere, Schulmaterialien für Bildungseinrichtungen in Mykolajiw zur Verfügung. Geliefert wurden unter anderem Wasserfarben, Mal- und Buntstifte, Papier sowie Malkreide. Die Mittel für die Beschaffung der Materialien hatte die Diakovere beim Land Niedersachsen eingeworben. Sie stammen aus dem Budget der Solidaritätspartnerschaft mit der Region Mykolajiw. Aus diesen Mitteln wird zudem medizinisches Material finanziert, das in den kommenden Monaten ebenfalls in die Ukraine geliefert werden soll.
THW ist auch beteiligt
Zusätzlich hat das Technische Hilfswerk (THW) im Juni 2026, vermittelt durch die Landeshauptstadt Hannover, zwei Pritschenwagen nach Mykolajiw entsandt. Die Fahrzeuge wurden im Rahmen eines Programms zur Unterstützung frontnaher Gebiete in der Ukraine beschafft und aus Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert. Mykolajiw liegt nur rund 65 Kilometer von der Frontlinie entfernt und ist daher weiterhin erheblichen Belastungen durch den Krieg ausgesetzt.
„Wir freuen uns, dass wir unsere Solidaritätspartnerstadt Mykolajiw im Auftrag des Rates der Stadt Hannover bei der Aufrechthaltung der kommunalen Dienstleistungen für die Einwohner*innen und mittlerweile zahlreichen Binnengeflüchteten gemeinsam mit vielen Akteuren weiter unterstützen können“, sagt Marie Bullet, Leiterin des Büros für internationale Angelegenheiten im Büro des Oberbürgermeisters.
Bereits im vergangenen Jahr hatte der Bürgermeister Mykolajiws den Bedarf mehrerer kommunaler Fahrzeuge an Hannover kommuniziert. Im April 2026 hat der Rat der Stadt Hannover die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit mit Mykolajiw beschlossen.