Vier Jahre russische Vollinvasion in der Ukraine - Hannover.de

Townhall-Gespräch zum 4. Jahrestag

Vier Jahre russische Vollinvasion in der Ukraine

Anlässlich des vierten Jahrestages des vollumfänglichen Krieges Russlands in der Ukraine diskutierten im Neuen Rathaus Stadtgesellschaft, Auswärtiges Amt und Zivilgesellschaft Engagement und Solidarität Deutschlands mit der Ukraine. 

Viele Anwesende nutzten die Gelegenheit, mit den Panelist*innen ins Gespräch zu kommen. 

Warum sind die EU-Sanktionen gegen Russland nicht schärfer? Warum gibt es angesichts der vielen Kriegsverbrechen, die Russland in der Ukraine begeht, dazu nicht viel mehr Resolutionen der Vereinten Nationen? Warum unterstützt Deutschland die Ukraine nicht noch mehr und besser, wo sich möglicherweise dort das Schicksal ganz Europas entscheidet? Was wird von jungen Menschen erwartet?

Diese und andere Fragen debattierten die circa 80 Besucher*innen des Townhall-Gespräches „Vier Jahre Krieg gegen die Ukraine – Deutschlands und Hannovers Engagement und Solidarität“ gemeinsam mit den Panelist*innen im Neuen Rathaus in Hannover am 25. Februar 2026. Eingeladen waren Herr Adrian Pollmann, Referatsleiter des Referates für Ukraine, Moldau und Schwarzmeerkooperation im Auswärtigen Amt, Oberbürgermeister Belit Onay und Mariya Maksymtsiv von der ukrainischen St. Wolodymyr Kirchengemeinde in Hannover. Die Veranstaltung wurde moderiert von Julia Weigelt, Fachjournalistin für Außen- und Sicherheitspolitik. Diskutiert wurden das Engagement und die Unterstützung auf Bundesebene, auf kommunaler Ebene und auf zivilgesellschaftlicher Ebene. Die Teilnahme stand allen Interessierten offen.

Townhall Gespräch im Hodlersaal anlässlich des 4. Jahrestages des vollumfänglichen Krieges gegen die Ukraine

Adrian Pollmann erläuterte Deutschlands Engagement und Unterstützung der Ukraine im Rahmen der verfügbaren Möglichkeiten, auch angesichts der Verflechtungen mit der EU und den Vereinten Nationen.

Oberbürgermeister Belit Onay betonte die enge Partnerschaft der Landeshauptstadt Hannover mit der Stadt Mykolajiw, die sich seit dem Eingehen der Solidaritätspartnerschaft unter Mitwirkung vieler Akteure zwischen beiden Städten entwickelt hat.

Mariya Maksymtsiv, die im Januar 2026 nach Mykolajiw gefahren war, um dem Notfallkrankenhaus einen Krankenwagen zu übergeben, berichtete über die Lebensrealität der Menschen im Krieg. Darüber, dass in Lviv, Kyiv oder Mykolajiw mindestens eine der alltäglichen Selbstverständlichkeiten wie Strom, Wasser, Wärme fehlen, dass alte, kaputte Schützenpanzer zum Spielplatz für Kleinkinder werden – aber auch über ihr unermüdliches Engagement und die Bedeutung von direkter Unterstützung und Solidarität.  

Freundlich zu ukrainischen Kindern sein, ihnen über die deutsche Kultur erzählen und daran zu denken, was diese Kinder vielleicht schon mitgemacht haben – dies riet Mariya Maksymtsiv den anwesenden Schülerinnen und Schülern der Leonore-Goldschmidt-Schule auf die Frage hin, was von jungen Menschen erwartet werde und was sie tun könnten.  Adrian Pollmann hob hervor, dass es gerade für junge Menschen beim Konsum sozialer Medien wichtig sei, besonders wachsam zu sein und sich zu versichern, ob es wirklich stimmt, was dort gepostet wird – oder ob es sich bei den Posts um Desinformation handelt, die junge Menschen beeinflussen soll.

In einer Videobotschaft aus Mykolajiw kam auch Bürgermeister Oleksandr Syenkevych zu Wort. Er berichtete den Anwesenden auf diesem Wege von der Bedeutung der Solidaritätspartnerschaft seiner Stadt mit Hannover, da er nicht persönlich nach Hannover reisen konnte.

Moderatorin Julia Weigelt bedankte sich für das Interesse aller Anwesenden - trotz der Schwere des Themas, und zitierte den Bürgermeister von Kyiv, Vitali Klitschko: „Entschuldigen Sie, dass ich Ihnen meine Gefühle zugemutet habe“ (Zitat publiziert in einem Interview mit der Zeit).

Videobotschaft

Video download

Videobotschaft des Bürgermeisters von Mykolajiw, Oleksandr Syenkevych, für die Anwesenden des Townhall-Gesprächs am 25.02.2026 in Hannover

Townhall-Gespräch im Hodlersaal

Nach oben