Energiesparprojekte des Fachbereichs Gebäudemanagement

Die Projekte GSE, KliK und Tatort Büro

Umweltbewusstes Nutzer*innenverhalten spart Energie in Hannovers Schulen, Kindertagesstätten und Verwaltung.

10 bis 15 Prozent Energie lassen sich durch umweltbewusstes Nutzer*innenverhalten sparen. Entsprechend wird auch die Emission von Treibhausgasen vermindert. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, hat die Landeshauptstadt Hannover bereits 1994 ein Energiesparprojekt in Schulen initiiert und es später, in angepasster Form, auch auf Kindertagesstätten und die Stadtverwaltung übertragen.

Folgende drei Programme gibt es:

  • Das GSE-Programm (Gruppe schulisches Energiemanagement, seit 1994)
  • KliK (Klimaschutz in Kindertagesstätten, seit 1999) und
  • Tatort Büro (Energie und Wasser sparen in der Stadtverwaltung, seit 2000)

Die Erfahrung zeigt, dass theoretische Energietipps allein wenig bewirken. Worauf es ankommt, sind motivierte und informierte Nutzer*innen, die Energieeinsparmaßnahmen auch umsetzen. Daher bauen die Projekte auf eine intensive Vor-Ort-Betreuung durch Energieberater/innen.

Der Ablauf

ist in allen Programmen ähnlich: Jede Einrichtung meldet sich freiwillig zur Teilnahme. Sie bildet ein "Energiespar-Team" in dem alle Nutzer*innengruppen vertreten sind. Dazu gehören in Schulen der/die Hausmeister*in, zwei Lehrkräfte und zwei Schüler*innen; in Kindertagesstätten Erzieher*innen, Küchenkräfte und auf Wunsch Elternvertreter*innen; beim "Tatort Büro" Mitarbeiter*innen aus allen Arbeitsbereichen.

Gemeinsam mit den Energieberater*innen entwickelt das "Energiespar-Team" ein praxisorientiertes Einsparkonzept. Dazu erkunden sie den Energieverbrauch des Gebäudes, analysieren Schwachstellen und schlagen Verhaltensänderungen vor. Schließlich stellen sie die Ergebnisse und ihr Konzept in der Einrichtung vor, damit es alle umsetzen.

Was lässt sich ändern – und wie?

Die meisten Vorschläge sind einfach auszuführen. Dazu zählen Stoßlüften im Winter statt dauerhaft gekippter Fenster, bedarfsgerechtes Einstellen der Heizungsanlage, der richtige Umgang mit dem Thermostatventil und das Vermeiden von Standby-Verlusten. Örtliche Besonderheiten werden individuell geregelt.

Während sich das Projekt in Kitas und Stadtverwaltung auf die Beschäftigten und die Belange des Arbeitsplatzes konzentriert, ist es in Schulen in den Unterricht integriert: Die Themen "Energiesparen" und "Klimaschutz" eignen sich bestens für die naturwissenschaftlichen Fächer, werden aber auch gerne im Kunst- oder Sozialkundeunterricht aufgegriffen (z. B. "wie lassen sich Energiesparmaßnahmen kommunizieren?", Energieverbrauch und globale Verantwortung).

Anreizsystem

Als Mitmach-Anreiz profitieren die Einrichtungen auch selbst von den Sparmaßnahmen: Schulen und Kitas erhalten einen Basis-Bonus in Höhe von 2 Euro pro Schul- oder Kita-Kind, über den sie frei verfügen können. Beim "Tatort Büro" richtet sich der Basis-Bonus nach der Gebäudeeinstufung (Kriterien sind Fläche, Gebäudestandard, Nutzung).

Seit dem Jubiläumsjahr 2014 verleiht das GSE-Projekt als zusätzlichen Anreiz jedes Jahr eine Leistungsprämie für besonderes Engagement. Alle GSE-Schulen können sich darauf bewerben. Bewertet werden Energiespar-Aktivitäten des jeweiligen Kalenderjahres, wobei die Jury die sehr unterschiedlichen Schulformen und Rahmenbedingungen berücksichtigt. Es winken vier Hauptpreise in Höhe von 3.000, 2.500, 2.000 und 1.500 Euro sowie weitere 21 Preise in Höhe von 750 Euro.

Erfolg

Zurzeit nehmen über 90 Schulen, rund 80 Kindertagesstätten und etwa 60 sonstige Einrichtungen der Landeshauptstadt Hannover an den Energiesparprojekten teil. Pro Jahr werden so über eine Million Euro gespart und 3.700 Tonnen CO2-Emissionen vermieden.

Alle drei Programme sind Bestandteil des hannoverschen Klimaschutzprogramms "Klima-Allianz" und Vorbild für zahlreiche ähnliche Programme in anderen Städten und Gemeinden.

Flyer für Energiespar-Projekte

Die Projekte GSE, KliK und Tatort Büro

Weitere Informationen

Erfolge in Zahlen - Projektergebnisse

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