Bevölkerungsentwicklung und demografischer Wandel - Hannover.de

Zukunftsfähigkeit

Bevölkerungsentwicklung und demografischer Wandel

Hannover: mehr – und internationaler.

Generationen im Dialog

558.767 Einwohner*innen in Hannover

Die Landeshauptstadt Hannover zählte am 31.12.2025 genau 558.767 Einwohner*innen mit Hauptwohnsitz. Die Quelle dieser Zahl ist das Sachgebiet Wahlen und Statistik der Landeshauptstadt Hannover auf Basis des Melderegisters. Die Bevölkerungszahl des Landesamtes für Statistik Niedersachsen für Hannover auf Basis des Zensus 2022 weicht hiervon ab und lag Ende 2025 bei 522.803 Einwohner*innen. Der Unterschied liegt unter anderem daran, dass Zensusergebnisse gemäß Zensusgesetz nicht für die Bereinigung der kommunalen Melderegister verwendet werden dürfen, daher muss die Stadt Hannover je nach Kontext weiterhin mit unterschiedlichen Zahlen arbeiten.

Bevölkerungszahl wächst mit geringerer Dynamik

Die Bevölkerungszahl Hannovers auf Basis des Melderegisters ist Ende 2025 um 716 Personen höher als Ende 2024. In den vergangenen 15 Jahren von Ende 2010 bis Ende 2025 stieg die Zahl deutlich um knapp 47.000 Personen und damit um über 9 Prozent. Die Wanderungsgewinne stammen dabei überwiegend aus dem Ausland und Niedersachen. Das Jahr 2022 mit einem hohen Bevölkerungszuwachs um fast 9.500 Personen war durch die Auswirkungen des Kriegsausbruchs in der Ukraine geprägt. 2023 lag der Bevölkerungszuwachs in Hannover bei rund 3.400 Personen, 2024 bei gut 1.900. Die Dynamik nimmt also ab.

Zuzug junger Erwachsener

Hannover verdankt seine Wanderungsgewinne bezogen auf die Altersstruktur in erster Linie den Zuzügen junger Erwachsener zwischen 18 und circa 24 Jahren, auch bis Anfang 30. Zuzugsgrund ist häufig ein Studium, eine Ausbildung oder (erste) Berufstätigkeit in der Landeshauptstadt. Das große Ausbildungs- und Arbeitsplatzangebot ist auch bei der Zuwanderung aus dem Ausland ein wichtiger Pull-Faktor. Wanderungsverluste sind besonders bei Familien, die in das Umland von Hannover ziehen, zu beobachten.

Geburtendefizite in den vergangenen vier Jahren

Spielendes Mädchen am Brunnen des Bahnhofsvorplatzes

Das Verhältnis von Geburten zu Sterbefällen – die sogenannte natürliche Bevölkerungsentwicklung – war in Hannover in der jüngeren Vergangenheit ungefähr ausgeglichen. 2022, 2023, 2024 und 2025 gab es jedoch Sterbeüberschüsse von jeweils rund 1.000 Personen.

65 Prozent im erwerbsfähigen Alter

15 Prozent der Bevölkerung Hannovers waren Ende 2025 Kinder und Jugendliche. 65 Prozent der Einwohner*innen sind im erwerbsfähigen Alter zwischen 18 und 64 Jahren, und 20 Prozent sind Senior*innen ab 65 Jahre. Die Zahl der Senior*innen wird durch die Alterung der „Babyboomer“ in den nächsten Jahren spürbar ansteigen.

Anteil ausländischer Bevölkerung

Ende 2025 betrug der Anteil der ausländischen Bevölkerung in Hannover 23 Prozent. 44 Prozent der Bevölkerung besitzen einen sogenannten familiären Migrationshintergrund. Dies umfasst neben den eben genannten ausländischen Personen solche, die zusätzlich zu einer ausländischen die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, weitere in den Meldedaten vorliegende Angaben, um Deutsche mit Migrationshintergrund abzuleiten. Hierdurch werden auch Eingebürgerte und Aussiedler*innen abgebildet.

Junge Erwachsene stärken die Innovationskraft

Da vor allem junge Erwachsene zuwandern, wird nicht nur die Alterung der Gesellschaft verzögert. Die Innovationskraft wird zugleich gestärkt und das Arbeitskräftepotenzial des Wirtschaftsstandorts Hannover erhöht sich. Herausforderungen entstehen durch die verglichen mit früheren Jahren angespanntere Situation auf dem Wohnungsmarkt. Und durch den nach wie vor deutlichen Anstieg der Zahl älterer Menschen ist eine laufende Anpassung der Infrastrukturen erforderlich.

Zusammenleben in der weltoffenen Stadt Hannover

Auch die starke internationale Zuwanderung – und zwar in ihrer ganzen Vielfalt – ist zugleich eine Herausforderung und ein großes Potenzial: Die Organisation des Zusammenlebens in einer weltoffenen Stadt Hannover ist eine kontinuierlich zu leistende Gemeinschaftsaufgabe zur Sicherung der Lebensqualität aller Einwohner*innen und der Zukunftsfähigkeit der Landeshauptstadt.

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