Bike+Ride
Neue Fahrradstellplätze an Bahnhöfen
In der Landeshauptstadt Hannover entstehen an drei Bahnhöfen neue Fahrradstellplätze. Dahinter steht die „Bike+Ride-Offensive“ aus einer Kooperation des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) und der Deutschen Bahn (DB). Das Projekt erleichtert den Auf- und Ausbau von Fahrradabstellanlagen bundesweit.
Schnell das Rad vorm nächsten Bahnhof abstellen und in die S-Bahn einsteigen: Bike+Ride ist nicht nur für viele Pendler*innen eine praktische Mobilitätslösung. Die Landeshauptstadt Hannover will das Angebot verbessern und profitiert vom Förderprogramm der Bike+Ride-Offensive. Diese ist eine Kooperation des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) und der Deutschen Bahn (DB).
Insgesamt sechs Bahnhöfe hat die Stadtverwaltung gemeinsam mit Vertreter*innen der DB und der Region Hannover für die B+R-Offensive ausgewählt:
- Bismarckbahnhof
- Linden-Fischerhof
- Nordstadt
- Karl-Wiechert-Allee
- Ledeburg
- Anderten-Misburg
Auftakt an drei S-Bahnhöfen
Für drei Bahnhöfen in Hannover hat die Stadt bereits einen positiven Förderbescheid erhalten:
- Karl-Wiechert-Allee
- Ledeburg
- Anderten-Misburg
Für diese drei Standorte erfolgt nun die weitere Detailplanung und Beschaffung neuer Abstellanalgen durch die Stadt. Dazu gehören die Ausschreibung für den Tiefbau, die Ausführung, das Aufstellen und die Inbetriebnahme der Anlagen.
Planungen für neue Angebote
Die S-Bahnstation Karl-Wiechert-Allee verfügt bisher über 32 Plätze für Fahrräder.
Am S-Bahnhof Karl-Wiechert-Allee bestehen bisher 32 Plätze an nicht überdachten Fahrradbügeln. Das neue Angebot soll umfassen.
- eine Reihenbügelanlage mit 8 Plätzen
- zwei Doppelstockanlagen mit Überdachungen mit 48 Plätzen
- eine Sammelschließanlage mit Doppelstockparkern und 24 Plätzen
Fahrradbügel am S-Bahnhof Ledeburg: Mit der neuen Bike+Ride-Offensive soll es bessere Möglichkeiten geben, das eigene Fahrrad abzustellen.
Der S-Bahnhof Ledeburg verfügt bisher über 70 Plätze für Fahrräder, davon 14 überdacht in der Gleis-Unterführung. Die neuen Planungen sehen zudem vor:
- eine Doppelstockanlage mit Überdachung für 24 Plätze
- eine Sammelschließanlage mit Doppelstockparkern für 24 Plätze
- Zusätzlich lässt die Stadt außerhalb der B+R-Offensive auf einer weiteren Fläche zusätzliche Anlehnbügeln montieren.
Am S-Bahnhof Misburg-Anderten stehen bisher 36 Stellplätze an Fahrradbügeln zur Verfügung.
Am S-Bahnhof Anderten-Misburg gibt es bisher 36 Stellplätze an nicht überdachten Fahrradbügeln. Durch die B+R-Offensive sollen entstehen:
- eine Reihenbügelanlage mit 32 Plätzen
- eine kleine Überdachung mit Doppelstockparkern für 12 Plätze
- eine Sammelschließanlage mit Doppelstockparkern für 24 Plätze
- Zusätzlich ist eine Fahrradservicestation geplant.
Weitere Planungen
Für den Bahnhof Linden-Fischerhof will die Stadt Hannover als nächstes den Förderantrag stellen. In dem Bereich verhandelt sie vorab noch über geeignete Flächen.
Die Planungen für den Bahnhof Nordstadt mussten wegen dortiger Baumaßnahmen am Hochbahnsteig und der Brückensanierung zurückgestellt werden.
Am Bahnhof Bismarckstraße mussten aufgrund anstehender Brückenbaumaßnahmen die Planung für diesen Standort ebenfalls zurückgestellt werden.
Kosten und Förderzuschuss
Die Bike+Ride-Abstellanlagen sind mit 440.000 Euro förderfähigen Kosten angesetzt. 60 Prozent Zuschuss kommt aus der B+R-Offensive. Die Region Hannover hat einen Förderzuschuss über 25 Prozent bewilligt. Auf die Stadt Hannover entfallen inklusive nicht förderfähigen Kosten insgesamt 82.000 Euro (Stand: März 2026).
Was steht hinter der Bike+Ride-Offensive der Deutschen Bahn steht
Die Bike+Ride-Offensive ist eine Kooperation des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) und der Deutschen Bahn (DB). Sie soll den Auf- und Ausbau von Fahrradabstellanlagen bundesweit erleichtern.
Das Förderprogramm startete 2019. Es ermöglicht eine Bezuschussung der förderfähigen Ausgaben von bis zu 70 Prozent. Die Förderung erfolgt über die Kommunalrichtlinie der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI).
Die DB unterstützt die Kommunen aktiv bei der Flächensuche, stellt DB-eigene Flächen mietfrei zur Verfügung und unterstützt bei der Erstellung des Förderantrags beim zuständigen Bundesministerium. Zudem bestehen seitens der DB Rahmenverträge mit verschiedenen Herstellern von Fahrradabstellanlagen inklusive Montageleistungen, was eine vereinfachte und beschleunigte Beschaffung zur Folge hat.
Hochwertige Räder und umweltschonende Mobilität
Bessere Abstellmöglichkeiten für zunehmend hochwertigere Fahrräder sollen Verkehrsteilnehmende dazu motivieren, vom PKW auf die umweltfreundliche Kombination von Fahrrad und Bahn umzusteigen. In den kommenden Jahren werden durch dieses Förderprogramm bundesweit mehrere tausend Fahrradabstellplätze geschaffen. Die DB bietet ein breites Spektrum an förderfähigen Anlagen an, von einfachen Reihenbügeln über Doppelstock-Anlagen, Überdachungen und Sammelschließanlagen.
Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucher*innen ebenso wie Unternehmen, Kommunen und Bildungseinrichtungen.
www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie
Logos von BMUKN und NKI
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