Die Landeshauptstadt Hannover und die Region Hannover erstellen regelmäßig gemeinsam kleinräumige Bevölkerungsprognosen. Die Stadt Hannover wird dabei in 30 Prognosebezirke unterteilt, die 20 Städte und Gemeinden des Umlands bilden jeweils einen Prognosebezirk. Die aktuelle Bevölkerungsprognose reicht von 2025 bis 2035 mit einem Ausblick bis 2040.
Zentrales Ergebnis: Die Landeshauptstadt Hannover wächst in den kommenden zehn Jahren etwas um 1,6 Prozent, die Bevölkerung im Umland der Region Hannover schrumpft leicht um voraussichtlich rund 0,5 Prozent. Die Zahl der Einwohner*innen steigt in Hannover um rund 8.800 Personen auf etwa 567.000. Im Umland wird dagegen ein leichter Rückgang um rund 3.400 Personen auf etwa 642.000 Einwohner*innen erwartet. Insgesamt bleibt die Bevölkerungszahl der Region weitgehend stabil und steigt von derzeit gut 1,20 Millionen bis 2035 auf knapp 1,21 Millionen.
Besonders stark wachsen die hannoverschen Stadtteile Bemerode (+16 Prozent) und Limmer (+19 Prozent) – vor allem durch die Neubaugebiete Kronsberg und Wasserstadt Limmer. Im Umland verzeichnen Seelze (+2 Prozent) und Langenhagen (+1 Prozent) die größten Zuwächse.
Die Bevölkerung in der Region Hannover altert im Prognosezeitraum. In Hannover bleibt die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter (18 – 64 Jahre) nahezu konstant, im Umland sinkt sie um knapp 6 Prozent. Die Gruppe der Senior*innen ab 65 Jahren wächst deutlich – in der LH Hannover und im Umland jeweils um rund 13 Prozent.
Wesentliche Basis der Bevölkerungsprognose ist für beide Komponenten der Bevölkerungsentwicklung – natürliche Entwicklung und Wanderungen – die tatsächliche Entwicklung der Jahre 2019 bis 2023. Bei den Außenwanderungen wurde das Jahr 2022 wegen ungewöhnlich hohem Außenzuzug aus der Ukraine nicht berücksichtigt. Bei den Binnenwanderungen innerhalb der Region Hannover wurden weitere Stützjahre zur Verbesserung der Datenbasis verwendet.
Die Bevölkerungsprognose dient als wichtige Planungsgrundlage. Sie zeigt frühzeitig, wo Kitas und Schulen ausgebaut oder neu geplant werden müssen, welche Pflege- und Gesundheitsangebote mit Blick auf die Altersstruktur sinnvoll sind und wo Wohnungsbau, soziale Infrastruktur und Quartiersentwicklung priorisiert werden. Gleichzeitig hilft sie, das künftige Erwerbspersonenpotenzial einzuschätzen und Strategien zur Fachkräftesicherung auszurichten. Auch Verkehr und andere Infrastruktur (Bsp. Friedhofsplanung, Sportstättenplanung) lassen sich so bedarfsgerecht dimensionieren.
Die ausführlichen Ergebnissen der kleinräumigen Bevölkerungsprognose für den Zeitraum 2025 bis 2035 ist im Februar 2026 erschienen. Sie steht unten zum Download bereit.