Lagebericht

Großstädtevergleich

Hannover ist erfolgreich im interkommunalen Vergleich.

Schrägaufnahme von Hannover mit Blick auf das Neue Rathaus, die Südstadt und den Maschsee.

In jährlichem Rhythmus veröffentlicht die Landeshauptstadt Hannover den "Lagebericht zur Stadtentwicklung" – einen Großstädtevergleich zu verschiedenen stadtentwicklungsrelevanten Themen. Verglichen werden die Entwicklungen z. B. in den Bereichen Bevölkerung, Wohnen, Wirtschaft und Arbeitsmarkt, Bildung und Verkehr, Kultur und Soziales bis hin zur Entwicklung der städtischen Finanzen.

Der Lagebericht dient dazu, den Blick über den Tellerrand in andere Städte zu richten und der Politik sowie der Öffentlichkeit Materialien zur Verfügung zu stellen, die eine Einschätzung und Bewertung der hannoverschen Entwicklung mit den Entwicklungen in anderen, vergleichbaren Großstädten erlauben. Die Auswahl der Vergleichsstädte umfasst die mit Hannover 15 größten deutschen Städte Hamburg, Bremen, Duisburg, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Nürnberg, München, Berlin, Dresden und Leipzig.

Die Bevölkerung ist auch 2018 im Großstädtevergleich gewachsen, aber mit weniger Dynamik als in den Vorjahren (+0,6 Prozent sowohl in Hannover als auch im Schnitt aller 15 Großstädte). Zum fünften Mal in Folge gab es im Großstädtevergleich insgesamt einen Geburtenüberschuss, in Hannover war das Verhältnis von Geburten und Sterbefällen ausgeglichen. Alle Städte haben Wanderungsgewinne erzielt.

Beim Thema Wohnen schlagen auch in Hannover die Anstrengungen der letzten Jahre positiv zu Buche: Der Wohnungsneubau wurde deutlich gesteigert, die Mieten steigen zwar immer noch an, wenn auch etwas verhaltener als bislang.

Die PKW-Anzahl bezogen auf die Einwohner*innenzahl ist zwar in Hannover aufgrund des Bevölkerungswachstums leicht gesunken, die absolute Zahl allerdings leicht gestiegen. Parallel entwickeln sich alternative Angebote, wie etwa Car-Sharing, positiv.

Weil die Daten des diesjährigen Großstädtevergleichs sich überwiegend auf die Jahre 2018/2019 beziehen, sind die Effekte der Covid-19-Pandemie ab März 2020 außer im Kapitel Innenstadt – Einzelhandel noch nicht berücksichtigt. Zukünftige Großstädtevergleiche bieten die Möglichkeit, die Auswirkungen der Pandemie auf zahlreiche Aspekte des Lebens wie zum Beispiel Kultur und Tourismus messen zu können.