Erster Entwurf zu teuer - Hannover.de

Was bisher geschah

Erster Entwurf zu teuer

Nach der ersten Planungsphase wurde die Ausschreibung gestoppt.

So war die neue Dornröschenbrücke geplant: freie Sicht, mehr Platz und eine lange Bank. (MKP GmbH + Nu Architecture & Ingénierie)

Kriterien für die neue Dornröschenbrücke

Das Bauwerk soll sich gut in die Landschaft und in das städtische Umfeld einfügen. Sinnvoll ist es, den direkten Anschluss an die Unterführung des Bremer Damms auf der Nordstadt-Seite beizubehalten. Auf der Seite Linden-Nord ist die vorhandene Bebauung zu berücksichtigen. Für eine mögliche Neugestaltung der Grünflächen muss Platz freigehalten werden. Bürger*innen sollen die Brücke entspannt als Treffpunkt nutzen können – ohne Konflikte mit dem Verkehr. Der Rad- und Fußverkehr auf der Hauptverbindung über die Leine soll nur möglichst kurz unterbrochen werden.

Bürger*innenbeteiligung

Im Rahmen einer Online-Beteiligung informierten sich Bürger*innen über die Pläne zum Neubau der Dornröschenbrücke, äußerten ihre Meinung und gaben Anregungen für eine attraktive Gestaltung des Aufenthalts auf der Brücke und im Umfeld.

Die Dornröschenbrücke wird nicht nur als eine wichtige Verbindung gesehen, sondern ist auch ein beliebter Treffpunkt, der unbedingt erhalten werden soll. Andererseits sind die Belange der Anwohner*innen zu beachten, die durch Lärm und Müll belastet werden.

Das war ursprünglich geplant

Im Rahmen einer Voruntersuchung wurden unterschiedliche Tragwerke und Bauarten geprüft und bewertet. Dabei wurden Anmerkungen aus der Bürger*innenbeteiligung berücksichtigt. Die Entscheidung fiel auf eine Balkenbrücke, ein gerader, horizontaler Träger auf Pfeilern und Widerlagern. Die schlichte Gestaltung fügt sich gut in die Umgebung ein. Das lichte Geländer bietet freie Sicht auf die Landschaft. Eine durchgehende lange Bank als statisches Element in der Mitte der Brücke trennt Rad- und Fußverkehr und dient als Sitzplatz und Treffpunkt zum Sonnenuntergang.

Die bisherige Brücke sollte zunächst weiter nutzbar bleiben, der Neubau sollte direkt daneben entstehen. Nach Fertigstellung des Überbaus wollte man die alte Brücke abreißen und die neue an ihre Stelle verschieben. So hätte man die Wegeverbindung nur für sehr kurze Zeit sperren müssen.

Visualisierung der neuen Brücke.

Langsschnitt und Draufsicht der Dornröschenbrücke (Design-Gruppe)

Umsetzung zu teuer

Die Ausschreibung ergab: Die Vorzugsvariante lässt sich nicht im geplanten Kostenrahmen umsetzen. Kostenfaktoren waren:

  • die Stahlbauweise,
  • der hohe Platzverbrauch und die komplizierte Anlieferung bei der Konstruktion mit vorgefertigten Elementen,
  • der Verschub aus der Seitenlage – längs und quer,
  • die Aufrechterhaltung des Verkehrs im Baustellenbereich während der Baumaßnahme.

Die Landeshauptstadt beschloss einen Neustart und beauftragte ein Ingenieurbüro mit einer angepassten Planung. Dabei sollte auch geprüft werden, welche Ideen vom ersten Entwurf übernommen werden können. Die Planung ist jetzt abgeschlossen.

Zum aktuellen Entwurf geht es hier.

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