Die alte Dornröschenbrücke wird abgerissen, der Ersatzneubau entsteht an gleicher Stelle. Eine Behelfsbrücke vor Ort ist nicht vorgesehen. Voraussichtlich ist die Wegeverbindung zwischen Linden und der Nordstadt für 16 bis 18 Monate unterbrochen, Hochwasser kann den Zeitraum verlängern. Durch die Einrichtung von Baustellen an beiden Ufern sind auch die Wege direkt am Fluss nicht durchgehend nutzbar. Die Baufirmen werden aufgefordert, Lösungen zur Verkürzung der Bauzeit vorzuschlagen.
Für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen weist das Tiefbauamt der Landeshauptstadt Hannover kurze Umleitungen über die benachbarten Brücken aus. Im Westen führt der Weg über die Schwanenburgbrücke, östlich der Dornröschenbrücke über die Justus-Garten-Brücke und die Hänischbrücke. In Höhe Strandleben baut die Landeshauptstadt 2007 sogar eine neue Geh- und Radwegbrücke. Die Leinertbrücke wird vorab für ein besseres Durchkommen ertüchtigt.
Der Abbruch der Brücke dauert insgesamt etwa zwei Monate. Statt mit einer festen Arbeitsebene wird mit Pontons gearbeitet – das spart Zeit und sorgt dafür, dass Schiffe, Kanus und Ruderboote die Baustelle während der gesamten Bauzeit bereichsweise passieren können – bis auf kurzfristig erforderliche Sperrungen.
Für die Pontons wird der Fluss in den Niedrigwasserbereichen vorab auf circa zwei Meter Wassertiefe ausgebaggert. Dann folgt eine Vollsperrung des Flussabschnitts für zwei bis drei Wochen, um den Überbau über der Leine mit Baggern von Pontons aus abzubrechen. Während des restlichen Abbruchs kann die Wasserstraße wieder geöffnet werden.
Das meiste Abbruchmaterial lässt sich im Norden über den Westschnellweg abtransportieren, nur der Lindener Uferteil wird über Linden-Limmer entsorgt. Dieses Vorgehen verringert die Belastung des Stadtteils durch Lkw-Verkehr.
Vom Ponton aus wird das Traggerüst für den Mittelteil der Brücke in der Leine errichtet. In der Verschalung wird der Spannbetonüberbau gegossen. Nach Aushärtung des Materials kann das Gerüst wieder entfernt werden. Arbeiten an den Widerlagern in den Uferbereichen folgen. Wenn die Brücke mit Belag und Abdichtung versehen ist, wird sie mit Geländern, Sitzgelegenheiten und Beleuchtung ausgestattet.
Zuletzt werden die Wegeanbindungen an den Brackebuschgarten und an die nördliche Unterführung des Bremer Damms wieder hergestellt. Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, kann der Verkehr auf der neuen Dornröschenbrücke im Herbst 2028 freigegeben werden.
Im Anschluss werden die Grünflächen an beiden Uferseiten neu gestaltet.