Exklusiver VW-e-Traktor im Einsatz auf dem Stadtfriedhof Stöcken

Halbzeit der Testphase

Exklusiver VW-e-Traktor im Einsatz auf dem Stadtfriedhof Stöcken

Die Landeshauptstadt Hannover (LHH) erprobt auf dem Stadtfriedhof Stöcken zwei Monate lang den Einsatz eines elektrischen Traktors von VW. Zur Halbzeit der Testphase gaben die Gärtner*innen bei einem Pressetermin am 5. Juni Einblicke in die praktischen Einsatzmöglichkeiten des Fahrzeugs im Arbeitsalltag.

Im Einsatz: Julius Steinmeyer vom Betrieb des Stadtfriedhofs Stöcken ist einer der Kolleg*innen, die den innovativen e-Traktor testen.

Leise, emissionsfrei und mit innovativer Batterietechnik ausgestattet: Auf dem Stadtfriedhof Stöcken wird derzeit ein besonderer Elektro-Traktor getestet. Das Fahrzeug stammt aus einer Prototyp-Reihe der Volkswagen AG, von der weltweit bislang lediglich neun Exemplare existieren. Der Traktor in Hannover ist dabei das einzige Fahrzeug dieser Reihe, das außerhalb Afrikas im praktischen Einsatz erprobt wird.

Passend zum weltweiten Tag der Umwelt am 5. Juni stellte die Landeshauptstadt Hannover gemeinsam mit der Volkswagen AG das Fahrzeug bei einem Pressetermin vor. Die zweimonatige Testphase soll wertvolle Erkenntnisse darüber liefern, wie sich elektrische Nutzfahrzeuge im Arbeitsalltag bewähren und welche Anforderungen künftig an einen modernen und klimafreundlichen Fuhrpark gestellt werden.

Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel, Axel Remmert (Betriebsleiter Stadtfriedhof Stöcken), Harry Kunze (Stadtfriedhof Stöcken) und Holger Lange (Volkswagen AG, Group Innovation, Handlungsfeldleiter Sustainable Business Innovation) mit dem e-Traktor, der noch bis Ende Juni auf dem Stadtfriedhof Stöcken von den Kolleg*innen getestet wird.

Der Elektro-Traktor verfügt über mehrere technische Besonderheiten. Neben dem emissionsfreien Antrieb besitzt das Fahrzeug ein Wechselbatteriesystem, das einen schnellen Austausch des Akkus ermöglicht. Darüber hinaus ist der Sitz drehbar, sodass Arbeiten und Fahrten komfortabel in beide Richtungen möglich sind.

Die Mitarbeitenden des Stadtfriedhofs Stöcken konnten den Traktor bereits intensiv im Alltag erproben. Julius Steinmeyer hebt insbesondere das Wechselakkusystem hervor: „Dass der Akku gewechselt werden kann, ist für uns ein großer Vorteil.“ Sein Kollege Antonio Caccavale schätzt vor allem die geringe Geräuschentwicklung: „Der Traktor ist sehr leise. Gerade auf einem Friedhof ist das wichtig, wenn in der Nähe Beisetzungen stattfinden.“

Auch Axel Remmert, Betriebsleiter des Stadtfriedhofs Stöcken und Initiator der Testphase, zieht ein positives Zwischenfazit: „Der Elektro-Traktor mit dem Wechselakku ist für ein uns ein echter Game-Changer.“

Für Volkswagen liefert der Praxistest wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung elektrischer Nutzfahrzeuge. Holger Lange, Handlungsfeldleiter Sustainable Business Innovation bei der Volkswagen AG, sagt: „Der Test hier auf dem Stadtfriedhof Stöcken ist wunderbar, um zu herauszufinden, wie der deutsche Kunde auf solch einen e-Traktor reagiert.“

Die Landeshauptstadt Hannover treibt die Elektrifizierung ihres Fuhrparks bereits seit Jahren voran. Insgesamt stehen stadtweit rund 280 Ladepunkte zur Verfügung. Im Fachbereich Umwelt und Stadtgrün gibt es derzeit rund 80 Ladepunkte an drei städtischen Friedhöfen, neun Werkhöfen, einem Verwaltungsstandort, zwei Forsthöfen sowie einem Forstrevier. Die Infrastruktur wird bedarfsgerecht weiter ausgebaut.

Henrik Rüscher von der Klimaschutzleitstelle der Landeshauptstadt Hannover erklärt: „Wir sind bei der Elektrifizierung unseres Fuhrparks bereits gut aufgestellt und werden diesen Weg weitergehen. Damit setzen wir auch den Ratsbeschluss zur Elektrifizierung des städtischen Fuhrparks aus dem Jahr 2018 um.“

Hannovers Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel sieht großes Potenzial: „Die Testphase auf dem Stadtfriedhof Stöcken ist für uns ein wichtiger Schritt in Richtung Elektrifizierung des Nutzfahrzeuge-Fuhrparks.“

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