Stadt pflanzt 18 Zukunftsbäume - Hannover.de

Neuer Baumkorridor in der List

Stadt pflanzt 18 Zukunftsbäume

Im kommenden Frühjahr wird die Voßstraße zwischen Isernhagener Straße und Robertstraße deutlich grüner: Insgesamt 18 neue Straßenbäume werden dort im Rahmen des 1.000-Bäume-Programms der Landeshauptstadt Hannover gepflanzt. Der bislang nahezu baumlose Abschnitt erhält damit eine spürbare Aufwertung – für das Wohnumfeld ebenso wie für das lokale Klima und die ökologische Vielfalt.
 

Die Voßstraße im Stadtteil List. 

Das Projekt hat eine besondere Bedeutung: Die Ansiedlung einer solchen Anzahl von Straßenbäumen ist in einem urbanen Altbauviertel normalerweise kaum möglich.

Mehr Grün für einen Hitze-Hotspot

Die südliche List zählt beidseits der Voßstraße zu den stärker versiegelten Bereichen des Stadtteils und gilt bereits heute als Hitze-Hotspot. Laut der Fachkarte „Klimaanpassung der LHH“ ist bis 2050 mit einer hohen bis sehr hohen Zunahme sommerlicher Wärmebelastung zu rechnen. 

Neue Bäume haben hier daher eine besonders große Wirkung: Durch Beschattung und Verdunstung senken sie die Umgebungstemperatur und verbessern das Mikroklima spürbar.

Kooperation schafft neuen leitungsfreien Korridor

Ermöglicht wurden die Pflanzungen, weil die enercity AG den Fernwärme-Ausbau in der Voßstraße vorantreibt. Dafür mussten weitere Versorgungsleitungen umgelegt werden.

In enger Zusammenarbeit mit der Stadtentwässerung, dem städtischen Kommunikationsnetz und dem Fachbereich Umwelt und Stadtgrün entstand so ein bislang einmaliger leitungsfreier Korridor – ein Novum in den dicht bebauten Altbauquartieren der Stadt. Trotz zahlreicher Grundstücksüberfahrten und Hausanschlüsse entsteht nun ein weitgehend geschlossenes Bild einer Baumreihe.

Zukunftsbäume für ein wärmer werdendes Stadtklima

Gepflanzt werden elf Stadtlinden (Tilia cordata ‚Rancho‘), vier Spanische Eichen (Quercus hispanica ‚Wageningen‘) und drei Scharlach-Eichen (Quercus coccinea). Diese sogenannten Zukunftsbäume gelten als besonders widerstandsfähig gegenüber höheren Temperaturen und längeren Trockenperioden.

Aufgrund des engen Straßenraums wurden bewusst schmalkronige Arten ausgewählt.

Entsiegelung stärkt Klima und Artenvielfalt

Die Baumstandorte wurden bereits im Sommer 2025 vorbereitet. Rund 170 Quadratmeter Fläche in den Nebenanlagen wurden entsiegelt und anschließend mit speziellem Baumsubstrat sowie magerem Oberboden verfüllt.

Nach Abschluss der Arbeiten wird die Fläche mit insektenfreundlichen Wildblumen eingesät – ein zusätzlicher Beitrag für Artenvielfalt und Stadtklima.

Kosten und Finanzierung

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 170.000 Euro. Etwa 70 Prozent davon entfallen auf Leitungs- und Tiefbauarbeiten, die vor allem dem Schutz der unterirdischen Infrastruktur dienen.

Mit der Maßnahme setzt die Landeshauptstadt Hannover ein weiteres Zeichen für klimaangepasste Stadtentwicklung und ein lebenswertes Wohnumfeld in der südlichen List.

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