Inklusionspreis
15. Förderpreis für Inklusion in der Wirtschaft
Landeshauptstadt Hannover und Region zeichnen drei Preisträger*innen aus.
12.05.2026 – Menschen mit Behinderung den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern und Chancengleichheit sichern – dafür setzen sich die Region Hannover und die Landeshauptstadt Hannover mit dem „Förderpreis für Inklusion in der Wirtschaft“ ein. Jetzt zeichneten sie erneut Unternehmen aus, die Inklusion im Arbeitsleben mit konkreten Maßnahmen voranbringen. Den Hauptpreis in Höhe von 10.000 Euro erhält das E-Center Christ und Schmidt aus Seelze. Zwei Sonderpreise in Höhe von jeweils 5.000 Euro gehen an ZAK Germany aus Hannover sowie den EDEKA Markt Wirth aus Hannover-Herrenhausen.
Die Preisträger*innen
Das E-Center Seelze Christ und Schmidt überzeugte die Jury mit einer langjährigen und gewachsenen Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Seelze. Menschen mit Behinderung arbeiten fest in den Teams mit, übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben im Markt und stehen im direkten Kontakt mit Kund*innen. Durch individuell angepasste Arbeitsplätze, gezielte Förderung und neue Aufgabenbereiche – etwa im Wareneingang oder in der Logistik – schafft das Unternehmen nachhaltige Perspektiven auf dem ersten Arbeitsmarkt. Die Jury würdigte insbesondere, dass Inklusion hier selbstverständlich im Arbeitsalltag gelebt und konsequent weiterentwickelt wird.
ZAK Germany aus Hannover erhielt einen Sonderpreis für sein umfassendes Engagement, Menschen mit Beeinträchtigung langfristige berufliche Perspektiven zu eröffnen. Das Unternehmen setzt auf individuelle Unterstützung, passgenaue Arbeitsbereiche und eine enge Begleitung im Arbeitsalltag. Die Jury hob hervor, dass Teilhabe bei ZAK Germany fest im Unternehmen verankert ist und Mitarbeitende mit unterschiedlichen Voraussetzungen selbstverständlich zusammenarbeiten. Dadurch schafft das Unternehmen ein Arbeitsumfeld, das Vielfalt stärkt und berufliche Entwicklung ermöglicht.
Der EDEKA Markt Wirth in Hannover-Herrenhausen zeigt, wie Inklusion im Einzelhandel praktisch gelingt. Das Unternehmen, das ebenfalls einen Sonderpreis erhielt, arbeitet unter anderem mit Werkstätten zusammen und bietet Praktika an, um den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt zu erleichtern. Als besonderes Beispiel bewertete die Jury die „Stille Stunde“: Mit gedimmtem Licht, ohne Musik und ohne Durchsagen schafft der Markt wöchentlich eine ruhige Einkaufsatmosphäre für Menschen, die auf reduzierte Reize angewiesen sind.
Stimmen zum Förderpreis für Inklusion in der Wirtschaft:
„Mit dem Förderpreis ‚Inklusion in der Wirtschaft‘ unterstützen wir die gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsleben von Menschen mit Behinderung. Die diesjährigen Preisträger*innen zeigen auf beeindruckende Weise, wie es gelingt, dass Menschen mit und ohne Behinderung zusammenarbeiten und gemeinsam zum Unternehmenserfolg beitragen – völlig unabhängig von der Größe eines Unternehmens“, sagt Anja Ritschel, Wirtschafts- und Umweltdezernentin der Landeshauptstadt Hannover.
Ulf-Birger Franz, Wirtschafts- und Verkehrsdezernent der Region Hannover, betont: „Die ausgezeichneten Unternehmen zeigen, dass Inklusion ein Gewinn für alle Beteiligten ist. Sie schaffen Arbeitsplätze, die sich an den Fähigkeiten der Menschen orientieren, fördern individuelle Entwicklung und stärken damit den Zusammenhalt in ihren Teams. Gerade vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels braucht der Arbeitsmarkt Unternehmen, die Potenziale erkennen und fördern, statt Barrieren aufzubauen.“
„Inklusion gelingt, wenn Betriebe offen sind und Mitarbeitende ihre Stärken einbringen können. Die ausgezeichneten Unternehmen zeigen, wie vielfältig Wege in den Arbeitsmarkt sein können. Sie machen Mut und geben wichtige Impulse für mehr Teilhabe“, unterstreicht Sylvia Thiel, Beauftragte für Menschen mit Behinderung der Region Hannover.
Andreas Mangelsdorf, Beauftragter für Menschen mit Behinderung der Landeshauptstadt Hannover, ergänzt: „Die UN-Behindertenrechtskonvention legt die rechtliche Basis für die Integration von Menschen mit Behinderungen in den ersten Arbeitsmarkt. Ich wünsche mir in Deutschland mehr gesellschaftliche Akzeptanz für Menschen mit Behinderungen und ihre Fähigkeiten, ohne dass es eine gesetzliche Verankerung braucht.“
Über die Vergabe des Preises entschied eine Jury aus Mitgliedern der Regionsversammlung und des Rates, Vertreter*innen der Verwaltung, der Beauftragten für Menschen mit Behinderung sowie von Verbänden und der Arbeitsverwaltung.
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