Asiatische Hornisse: Nest in Bordenau erfolgreich entfernt

Naturschutz

Asiatische Hornisse: Nest in Bordenau erfolgreich entfernt

In der Region wurden in diesem Jahr bereits sieben Nester nachgewiesen.

28.08.2026 - Die Asiatische Hornisse ist in der Region Hannover weiter auf dem Vormarsch. Seit Beginn der Saison wurden bislang sieben Nester nachgewiesen, darunter fünf Primär- und zwei Sekundärnester. Das jüngste Sekundärnest in Neustadt-Bordenau wurde gestern im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde der Region Hannover von Thomas Beißel aus Nordrhein-Westfalen, der auf die Bekämpfung der Asiatischen Hornisse spezialisiert ist, mit einem Absaugsystem erfolgreich entfernt. Die Region Hannover wertet die Erfahrungen mit dem System nun aus und prüft eine Anschaffung für das Regionsgebiet.
 

Bei der Entfernung von Nestern der Asiatischen Hornisse werden die Hornissen in großer Höhe direkt aus dem Nest abgesaugt und aufgefangen.

Sieben Nester in dieser Saison

Die fünf bislang entdeckten Primärnester befanden sich in Neustadt, Hannover und Garbsen. Die beiden Sekundärnester wurden in Garbsen und Bordenau gefunden. Eines der sieben Nester war bereits verlassen, bei den übrigen wurden Bekämpfungsmaßnahmen durchgeführt.

Primärnester werden im Frühjahr von der Königin angelegt. Mit dem Wachstum des Hornissenstaates ziehen die Tiere im Sommer häufig in ein größeres Sekundärnest um. Diese befinden sich meist hoch in Baumwipfeln und sind entsprechend schwieriger zu erreichen.

Darüber hinaus gab es bestätigte Sichtungen einzelner Asiatischer Hornissen in der Wedemark, in Langenhagen und in Hämelerwald. Weitere Nester konnten diesen Sichtungen bislang nicht zugeordnet werden.

Region will Ausbreitung weiter verzögern

Die Asiatische Hornisse breitet sich in Deutschland weiter aus. Das Bundesumweltministerium hat die invasive Art im vergangenen Jahr als etabliert eingestuft. Damit gilt ihre weitere Ausbreitung als nicht mehr aufhaltbar und die Entfernung von Nestern ist nicht mehr verpflichtend. Da sich die Art in Niedersachsen noch in der Ausbreitung befindet, beteiligt sich die Region Hannover weiterhin an der aktiven Bekämpfung. Ziel ist es, eine flächendeckende Besiedlung so lange wie möglich zu verzögern.

Die Asiatische Hornisse ernährt ihre Brut mit tierischen Proteinen, darunter Spinnen und Insekten wie Honigbienen. Ihre Ausbreitung kann daher Auswirkungen auf das heimische Ökosystem und die Imkereilandschaft haben. Für Menschen ist die Asiatische Hornisse nicht gefährlicher als eine Biene oder Wespe.

Sichtungen möglichst mit Foto oder Video melden
 

Die Asiatische Hornisse ist etwas kleiner und deutlich dunkler als die heimische Europäische Hornisse. Auffällig sind insbesondere das gelb-orange gemusterte letzte Drittel des Hinterleibs und die gelben Füße.

Sichtungen der Asiatischen Hornisse oder ihrer Nester können der Unteren Naturschutzbehörde der Region Hannover per E-Mail an naturschutz@region-hannover.de gemeldet werden. Wenn möglich, sollten der Meldung aussagekräftige Fotos oder Videos beigefügt werden. So können die Fachleute die Sichtung prüfen und gegebenenfalls weitere Schritte veranlassen.
 

Nach oben