ÖPNV
Hochbahnsteig-Ersatzkonzept für die Limmerstraße vorgestellt
Baubeginn frühestens Ende 2028: Der Nahverkehr wird vorübergehend neu organisiert.
29.10.2026 - Die Region Hannover investiert in die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs: In Linden-Nord und Limmer entstehen ab Ende 2028 drei moderne Hochbahnsteige, die den Komfort und die Barrierefreiheit für Fahrgäste deutlich verbessern. Während der Bauzeit müssen die Fußgängerzone Limmerstraße und die Harenberger Straße für den Verkehr gesperrt werden. Das bedeutet: Stadtbahnen und Busse können dort vorübergehend nicht fahren. Anders als bei vielen anderen Großbaustellen wird es keine einzelne Ersatzbuslinie geben. Stattdessen wird eine Kombination aus Stadtbahnangebot, vorhandenen und zum Teil verstärkten Buslinien sowie einer neuen Buslinie die Verbindungen im betroffenen Bereich übernehmen.
Welche Stadtbahnlinien sind betroffen?
Die Maßnahmen betreffen die Stadtbahnlinien 10 und 12. Die Linie 17 fährt weiterhin auf ihrem gewohnten Abschnitt zwischen Hauptbahnhof/ZOB, Goetheplatz und weiter zur Wallensteinstraße.
Wie wird der Nahverkehr während der Bauzeit organisiert?
Die Linien 10 und 12 bleiben als verkürzte Verbindung zwischen Hauptbahnhof/ZOB und Am Küchengarten in Betrieb. Am Küchengarten wird hierfür ein temporärer Endpunkt in der Fössestraße gebaut. Für die Weiterfahrt in Richtung Limmer und Ahlem ist eine Kombination aus mehreren Buslinien vorgesehen:
- Linie 110: Die Linie wird für die Zeit der Baumaßnahme neu eingerichtet und verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Glocksee und Ahlem. Durch zusätzliche Sonderfahrten vor Schulbeginn und nach Schulschluss stellt sie zudem die Schülerbeförderung von Ahlem zum Gymnasium Limmer sicher.
- Linie 170: Die Linie fährt zwischen Hauptbahnhof/ZOB und Wasserstadt Limmer über den Kötnerholzweg und wird auf einen 10-Minuten-Takt verdichtet.
- Linie 700: Die Linie ergänzt den Ersatzverkehr mit ihrer bestehenden Verbindung zwischen Hauptbahnhof/ZOB und den bekannten Endpunkten Seelze, Lohnde und Dedensen. Diese Linie verkehrt ebenfalls über den Kötnerholzweg.
Das Ziel dieser Aufteilung ist, den Stadtbahnverkehr bestmöglich aufrechtzuerhalten und den Ersatzverkehr auf mehrere Linien zu verteilen.
Wie häufig fahren die Linien während der Bauzeit?
Die Stadtbahnlinie 10 fährt während der Hauptverkehrszeit alle zehn Minuten zwischen Hauptbahnhof/ZOB und Am Küchengarten. Die Stadtbahnlinie 12 (Nachtsternverkehr) fährt im 60-Minuten-Takt zwischen Hauptbahnhof und Am Küchengarten.
Entlang des Korridors Linden-Limmer sorgen die Buslinien 110 und 170 mit jeweils einem Zehn-Minuten-Takt gemeinsam für eine Fahrtmöglichkeit etwa alle fünf Minuten.
Zusätzlich wird dieser Abschnitt auch von der Linie 700 bedient, die ebenfalls alle zehn Minuten, in der Hauptverkehrszeit sogar achtmal die Stunde verkehrt.
Wo halten die Ersatzbusse?
Nicht alle Bushaltestellen können die bisherigen Stadtbahnhaltestellen direkt ersetzen. Insbesondere die Fußgängerzone Limmerstraße und die Harenberger Straße können während der bauzeitlichen Sperrung nicht von Bussen befahren werden. Deshalb werden Ersatzhaltestellen an anderen, nahegelegenen Standorten eingerichtet.
Am Küchengarten sind Ersatzhaltestellen für die Linien 110, 170 und 700 in der Fössestraße vorgesehen. Ein Umstieg zwischen Stadtbahn und Bus ist dort möglich, wenngleich nicht barrierefrei. Die nächstgelegene barrierefreie Umsteigemöglichkeit der Linie 110 befindet sich an der Haltestelle Glocksee, die gleichzeitig der Endpunkt der Linie 110 ist. Weitere Ersatzhaltestellen sind unter anderem am Kötnerholzweg, an der Fröbelstraße, am Freizeitheim Linden, an der Harenberger Straße und an der Gedenkstätte Ahlem geplant. Am Stadtbahnendpunkt Ahlem werden die Ersatzbusse in der Heisterbergallee halten.
Benötigen Fahrgäste ein zusätzliches Ticket?
Nein. Für die Fahrten während der Bauzeit gilt der reguläre ÜSTRA-Tarif. Ein zusätzliches Ticket ist nicht erforderlich.
Warum ist der Bau der Hochbahnsteige ein Mehrwert für Linden-Nord und Limmer?
Mit dem Bau der Hochbahnsteige an den Haltestellen Am Küchengarten, Leinaustraße und Harenberger Straße bekommt Linden-Nord eine zukunftssichere Infrastruktur. Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz erklärt: „Wir bauen nicht für heute, sondern für die nächsten 30 Jahre. Davon profitieren Rollstuhlfahrer*innen, Eltern mit Kinderwagen oder Menschen mit Gehhilfen. Das ist Teilhabe am ÖPNV, für den wir in der Region Hannover stehen und der uns wichtig ist.“
Deutsch
English
中文
Danish
Eesti
Español
Suomi
Français
Italiano
日本語
한국
Nederlands
Norge
Polski
Portugues
Русский
Svenska
Türkçe
العربية
Română
български