K 119: Ausbau in Burgwedel wird verschoben - Hannover.de

Verkehr

K 119: Ausbau in Burgwedel wird verschoben

Die mögliche Nahwärmetrasse soll berücksichtigt werden.

27.08.26 - In enger Abstimmung zwischen der Region Hannover und der Stadt Burgwedel verschiebt sich der vorgesehene Ausbau der K119 in Kleinburgwedel um einige Monate. Hintergrund ist die Prüfung eines möglichen Nahwärmenetzes in Kleinburgwedel. Damit eine mögliche Wärmetrasse bei den ohnehin anstehenden umfangreichen Straßenbauarbeiten berücksichtigt werden kann, werden die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt verschoben, bis das Ergebnis der Prüfung vorliegt.

Die Region plant eine umfassende Erneuerung der Wall- und Radenstraße. Neben der Fahrbahn sollen unter anderem Gehwege und Seitenräume erneuert, die Verkehrssituation an der Bahnunterführung angepasst, barrierefreie Haltestellen geschaffen sowie eine Querungshilfe und ein Mini-Kreisverkehr gebaut werden. Im Zuge der Arbeiten sind auch umfangreiche Leitungsarbeiten vorgesehen.

Parallel prüft die Stadt Burgwedel gemeinsam mit einer Initiative vor Ort, ob in Kleinburgwedel ein Nahwärmenetz umgesetzt werden kann. Eine Machbarkeitsstudie soll klären, ob ein solches Netz technisch und wirtschaftlich tragfähig ist. Eine mögliche Trasse würde auch durch den Bereich der geplanten Straßenbaumaßnahme führen.

„Wenn wir eine Ortsdurchfahrt so umfassend erneuern, ist es sinnvoll, weitere Infrastrukturplanungen mitzudenken. Deshalb geben wir der Stadt die notwendige Zeit, die mögliche Nahwärmetrasse belastbar zu prüfen. Sollte das Projekt umgesetzt werden können, wollen wir die Arbeiten möglichst gut miteinander verzahnen“, sagt Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover.

Burgwedels Bürgermeisterin Ortrud Wendt begrüßt die Entscheidung: „Für Kleinburgwedel bietet sich hier eine besondere Chance, die Wärmewende voranzubringen. Es ist gut, dass Region und Stadt ihre Planungen miteinander abstimmen und gemeinsam schauen, wie sich die verschiedenen Vorhaben sinnvoll verbinden lassen. Ob das Nahwärmenetz tatsächlich umgesetzt wird, ist noch offen und hängt von den Ergebnissen der laufenden Prüfung ab.“

Die Region will das Vergabeverfahren für die Straßenbaumaßnahme nun zum Jahresende 2026 auf den Weg bringen. Der weitere Zeitplan für den Ausbau wird anschließend konkretisiert, vor Frühjahr 2027 wird die Baumaßnahme aber nicht beginnen.

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