Pflegekosten steigen deutlich - Hannover.de

Pflegeinformationen Region Hannover

Pflegekosten steigen deutlich

Region Hannover legt neuen neue Fach-Pflegebericht vor.

28.04.2026 – Die Kosten für Pflege steigen auch in der Region Hannover spürbar – mit weitreichenden Folgen für Pflegebedürftige, ihre Angehörigen und die Kommunen. Das zeigt der neue Fach-Pflegebericht „Kosten der Pflege“, den die Region Hannover am Dienstag, 28. April 2026, im Sozialausschuss vorgestellt hat.

 

„Die Entwicklung ist dramatisch – für die betroffenen Menschen ebenso wie für die Kommunen“, sagt Dr. Andrea Hanke, Sozialdezernentin der Region Hannover. „Steigende Pflegekosten dürfen die Versorgung nicht gefährden. Es braucht hier dringend mehr Entlastung für Angehörige durch starke lokale Strukturen, bezahlbare Pflegeplätze und eine nachhaltige Reform der Finanzierung durch Bund und Land.“

 

Wie hat sich die Zahl der Pflegebedürftigen entwickelt?

Die Zahl der Pflegebedürftigen ist deutlich gestiegen: 2023 waren 76.833 Menschen in der Region auf Unterstützung angewiesen – ein Plus von 15 Prozent seit 2021. Auch die Rolle der Angehörigen bleibt zentral: Schätzungsweise rund 108.000 angehörige Menschen in der Region Hannover sind in die Pflege eingebunden. Viele von ihnen reduzieren ihre Arbeitszeit oder steigen ganz aus dem Beruf aus – mit langfristigen finanziellen Folgen. 

Wie wirken sich die Kostensteigerungen aus?

Für pflegebedürftige Menschen wachsen die finanziellen Belastungen erheblich. In der stationären Pflege müssen Betroffene inzwischen durchschnittlich rund 2.500 Euro monatlich aus eigener Tasche zahlen – trotz Leistungen und Zuschüssen der Pflegekassen.

 

Die steigenden Kosten wirken sich auch auf die Städte und Gemeinden aus. Immer mehr Menschen sind auf „Hilfe zur Pflege“ angewiesen. Zwar werden große Teile der Ausgaben durch das Land erstattet, dennoch verbleiben rund zehn Prozent der Kosten sowie erhebliche Personalaufwände bei den Kommunen.

 

Dem Bericht zufolge erhöhen steigende Personal- und Sachkosten, Inflation sowie der Fachkräftemangel zudem den Druck auf Pflegeeinrichtungen und -dienste. Gleichzeitig wächst der Bedarf durch den demografischen Wandel weiter. 
 

Wie unterstützen die Senioren- und Pflegestützpunkte?

Eine zentrale Rolle spielen dabei die Senioren- und Pflegestützpunkte der Region Hannover in Burgdorf, Langenhagen, Ronnenberg und Wunstorf. Sie beraten, unterstützen und vernetzen rund um das Thema Pflege und verzeichnen eine kontinuierlich steigende Nachfrage: Die Zahl der Beratungen ist von 3.149 im Jahr 2023 auf 3.404 im Jahr 2025 gestiegen.

 

Den neuen Fach-Pflegebericht abrufen

Nach oben