Ausstellungen

Mittendrin: Mittelalter

Mittendrin: Mittelalter

Teils 900 Jahre alte Relikte mittelalterlicher Handwerkskunst: Glänzendes Gold, schimmernde Bronze und buntes Email im Herzen des Museums

Besucher*innen des Museum August Kestner können bald neue alte Schätze bestaunen. Teils 900 Jahre alte Relikte mittelalterlicher Handwerkskunst bekommen einen Platz im Herzen des Museums. Im Fokus: Glänzendes Gold, schimmernde Bronze und buntes Email. Hintergrund ist ein Forschungsprojekt zur Neubearbeitung der renommierten Mittelaltersammlung des Museums. 

Das historische Treppenhaus inmitten des Museum August Kestner hat sich für die Neuankömmlinge herausgeputzt: Zahlreiche Stücke der mittelalterlichen Sammlung finden hier ein neues zu Hause. Dabei werden nicht nur alte Bekannte wie der berühmte “Fischbecker Kopf” wieder ausgestellt. Hinzu gesellen sich Objekte aus ganz Niedersachsen. Sie stammen aus verschiedenen Kirchen und Privatsammlungen – darunter die der Welfen. Viele davon fallen heute in die Zuständigkeit der Klosterkammer Hannover.
„Mittendrin: Mittealter“ spannt den Bogen zu modernen Perspektiven wie Modeschmuck, Alltag und Glamour. Eine zentrale Vitrine stellt die aufeinanderfolgenden Themen mit wechselnden Objekten vor.  Den Auftakt bildet eine Auswahl von hochmittelalterlichen Emailarbeiten aus den Werkstätten des südfranzösischen Limoges.  Eine weitere Besonderheit bilden ausgewählte niedersächsische Brakteaten, eine spezielle, einseitig geprägte Pfennigart.

Besucher*innen des Museums dürfen nicht nur sehen, sondern auch aktiv werden: Die Mitmach-Station vermittelt verschiedene Techniken der Metallverarbeitung. Kinder und Erwachsene erhalten durch Bilder und Sounds Eindrücke von Arbeiten in einer Goldschmiedewerkstatt, erraten Geräusche und gestalten Anhänger aus Goldfolie. 

Die Präsentation ist Teil eines dreijährigen Forschungsprojektes unter der Leitung der Kunsthistorikerin Dr. Mirjam Brandt. Ziel ist, die umfangreiche Mittelaltersammlung des Museum August Kestner neu aufzuarbeiten. Bisher unbekannten Schätzen der Sammlung soll mehr Sichtbarkeit verliehen werden, darunter Textilien, Elfenbein- und Holzschnitzereien. Derzeit kann nur ein kleiner Teil der teilweise sehr licht- und klimaempfindlichen Sammlung ausgestellt werden. Erst nach der Sanierung des Museumsgebäudes werden sich ideale Möglichkeiten bieten.  
Im Rahmen des Projekts werden die Objekte umfassend neu erforscht. In regelrechter Detektivarbeit wird ihrer Historie nachgespürt: Wo befinden sich ähnliche Objekte? Was ist (k)eine Fälschung? Welche Geschichte steckt hinter den Kunstwerken? Die Ergebnisse und Fotografien werden der Öffentlichkeit auf der Plattform museum-digital zugänglich gemacht. Gefördert wird das Projekt von der Ernst von Siemens Kunststiftung, der VGH Stiftung sowie der Klosterkammer Hannover: „Frauenklöster und Stifte haben Bedeutsames zur Entwicklung Niedersachsens beigetragen, beispielsweise im Schulwesen oder im Gartenbau. Heute trägt die Klosterkammer Hannover Verantwortung für die Bewahrung des kulturellen Erbes der Klöster und Stifte. Beiträge zu deren Erforschung unterstützen wir daher gern.“

Link zu museum-digital: https://ex.musdig.org/MittelalterMAK 

Termine

01.10.2026 bis 30.06.2027 ab 11:00 bis 18:00 Uhr
dienstags donnerstags freitags samstags sonntags

01.10.2026 bis 30.06.2027 ab 11:00 bis 18:00 Uhr
mittwochs

Ort

Museum August Kestner
Platz der Menschenrechte 3
30159 Hannover

Museumseintritt

5,00 €

ermäßigt

4,00 €

test

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