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Sonderausstellungen

Ausdruckstanz und Bauhausbühne

Im Zentrum der Ausstellung, die aus Anlass des 100jährigen Bauhausjubiläums stattfindet, stehen die an dieser Schule entwickelten, noch heute erstaunlich modern wirkenden Tänze. 

Bühnenklasse Bauhaus Dessau © Foto: E. Consemüller, 1927 Stiftung Bauhaus Dessau

Bühnenklasse Bauhaus Dessau

Sie unterschieden sich radikal von anderen Tanzstilen der Zeit. Doch sie waren nicht ohne Voraussetzung: Erstmals wird mit der Ausstellung und der sie begleitenden Publikation das Verhältnis zwischen dem Ausdruckstanz, welcher sich im Rahmen der Reformbewegungen nach 1900 entwickelte, und den Bauhaustänzen ausgelotet. Dass sich Bauhausmeister für neue Tanzstile interessierten und mit eigenen Arbeiten darauf reagierten, ist ebenso zu belegen wie das Interesse namhafter Ausdruckstänzerinnen für das Bauhaus.

Und trotz vieler offensichtlicher Unterschiede lassen sich gedankliche Verbindungslinien zwischen den Intentionen des Bauhauses und anderen modernen Tanzgestaltungen der Zwanzigerjahre aufzeigen. Zudem wurzelten alle diese avantgardistischen Bestrebungen in dem Bedürfnis, für die neue Zeit gemäße Bewegungsformen im Tanz zu entwickeln.

Initiator und Ideengeber der neuen Tänze am Bauhaus war in erster Linie Bauhausmeister Oskar Schlemmer (1888-1943), der seit 1923 die Bühnenaktivitäten leitete. Sein Anliegen war es, mit einfachen und elementaren Mitteln zu experimentieren.

So galt es beispielsweise beim "Raumtanz", "Formentanz" und "Gestentanz", den Bühnenraum auf verschiedene Weise auszuschreiten und mit wenigen Requisiten bzw. Gesten zu agieren. Für die so genannten "Materialtänze" wurde jeweils ein bestimmter Werkstoff für die Kostüme bzw. Requisiten gewählt: Holz, Glas, Metall.

In der Ausstellung werden zahlreiche Bild- und Textdokumente sowie Filmmaterial und Kostümrekonstruktionen präsentiert. Hauptleihgeber ist das Bauhaus Dessau. Der örtliche Bezug zu Hannover ist über die ausgewählten Ausdruckstänzerinnen und -tänzer gegeben: Mary Wigman, die wohl prominenteste Vertreterin des Ausdruckstanzes in Deutschland; Yvonne Georgi, die seit 1926 als Ballettmeisterin an den Städtischen Bühnen wirkte und Harald Kreutzberg, der ab 1927 als Solotänzer Anstellung fand. Ihre Erfolge feierten sie über Deutschlands Grenzen hinaus.

Die Ausstellung wird gefördert durch:

Stiftung Niedersachsen

Kooperationspartner der Ausstellung:

Stiftung Bauhaus Desau 

Dance Company Theater Osnabrück

Hochschule Hannover

Termin(e): 23.05.2019 bis 29.09.2019
dienstags  donnerstags  freitags  samstags  sonntags 
von 11:00 bis 18:00 Uhr
23.05.2019 bis 29.09.2019
mittwochs 
von 11:00 bis 20:00 Uhr
Ort

Museum August Kestner

  • Trammplatz 3
  • 30159 Hannover
Preise:
Erwachsene 05,00 €
Kinder (ab fünf Jahre) 03,00 €
Jahreskarte 25,00 €
MuseumsCard für zehn Häuser 60,00 €
Eingangsfassade: Museum August Kestner © MAK