Der Vortrag „Du bist, was dich trägt. Römische Schuhmode im Spiegel der Gesellschaft“ nimmt ein alltägliches Objekt in den Blick, das im Römischen Reich viel mehr war als bloßer Fußschutz: den Schuh. Anhand verschiedener Schuhformen wird gezeigt, wie Menschen in der Antike durch Kleidung und Ausstattung ihre Herkunft, ihren Status und ihre Rolle in der Gesellschaft sichtbar machten. Schuhe waren damit nicht nur praktisch, sondern auch Ausdruck von Identität und Zugehörigkeit.
Im Mittelpunkt stehen unterschiedliche Schuhtypen wie Sandalen, geschlossene Schuhe und Stiefel, die je nach Anlass, sozialer Stellung und Lebensbereich getragen wurden. Archäologische Funde und historische Darstellungen machen deutlich, wie vielfältig das römische Schuhwerk war und wie genau sich darin der Alltag der Menschen widerspiegelt. Gerade solche Funde zeigen, dass Mode und gesellschaftliche Ordnung auch in der Antike eng miteinander verbunden waren. Römische Schuhe erzählen deshalb nicht nur von Handwerk und Geschmack, sondern auch von sozialen Unterschieden, Beruf, Wohlstand und Lebensweise.
Der Vortrag lädt dazu ein, die römische Gesellschaft über ein scheinbar unscheinbares Thema neu zu entdecken. Er zeigt, wie viel ein einzelnes Kleidungsstück über den Menschen verraten kann – damals wie heute.