Kultur erleben am Vormittag

Das Tier und Wir

Spuren eines widersprüchlichen Verhältnisses in der Kulturgeschichte und Denkanstöße für heute

Familienführungen in der Ausstellung "Das Tier und Wir"

In unserer Gesellschaft erleben wir, wie widersprüchlich unser Verhältnis zu Tieren ist. Für Viele haben Tiere einen zunehmenden emotionalen Wert, da sie ihre Sehnsucht nach Naturerfahrung stillen. Artenschutz und die Probleme der Massentierhaltung werden gegenwärtig als immer drängendere Probleme erkannt. Auf der anderen Seite behandeln wir Tiere als Objekte, die wir nutzen und ausnutzen können, ohne auf ihre Bedürfnisse als schmerz- und empfindungsfähige Lebewesen achten zu müssen.

Die Sonderausstellung "Das Tier und Wir. Lieben-Fürchten-Nutzen" zeigt an Objekten aus der Antike, dem Mittelalter und der Neuzeit, dass das Verhältnis zum Tier schon immer ambivalent war. Ägyptische Reliefs, griechische Vasen, neuzeitliches Porzellan und moderne Medaillen belegen das heikle Verhältnis der Menschen zu ihren Mitgeschöpfen. Auch die Gegenwart wird in den Blick genommen. 

Beim ersten Termin wollen wir über die Angst sprechen, die uns Tiere einflößen und wie wir Menschen dieser Angst begegnen. Wann sind Ängste real, wann überzogen und wo handelt es sich um Urängste der Menschheit? Zudem soll ein Blick auf menschliche Bekleidung aus tierischen Rohstoffen gerichtet werden. Am Beispiel von Pelz und Leder werden Fang- Haltungs- und Verarbeitungsmethoden thematisiert.

Der zweite Termin beschäftigt sich mit der Haltung wilder Tiere in Zoo und Zirkus. Wir sprechen über berühmte Tiere mit Kultstatus, aber auch über die Haltungsbedingungen in den verschiedenen Einrichtungen und deren gesetzliche Regelungen. Schließlich geht es um die Akteur*innen bei den Tierschutzbewegungen. Wer will was erreichen?

Kosten

15,00 € 

Anmeldung

0511 168-42120 oder 168-44456, museumspaedagogik.kestner@hannover-stadt.de

Termine

Die Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

Ort

Museum August Kestner
Trammplatz 3
30159 Hannover