Einschränkungen wegen Streckensa­nie­rung Ham­burg – Han­no­ver

Ersatzverkehr

Einschränkungen wegen Streckensa­nie­rung Ham­burg – Han­no­ver

Aufgrund von Sanierungsarbeiten kommt es auf der Strecke Hamburg – Hannover vom 1. Mai bis 10. Juli 2026 zu Sperrungen. Für Reisende im Regionalverkehr wurde ein Ersatzverkehrskonzept entwickelt.

Am 1. Mai startet die DB InfraGO mit der Qualitätsoffensive der Strecke Hamburg – Hannover. Bis zum 10. Juli finden auf der 163 Kilometer langen Strecke umfangreiche Sanierungsarbeiten an Gleisen, Weichen und Bahnhöfen, Oberleitungen sowie konstruktiven Ingenieurbauten, beispielsweise Brücken, statt. Dafür muss die Strecke für den Bahnbetrieb ab dem 1. Mai zunächst abschnittweise, ab dem 14. Juni dann komplett gesperrt werden. Züge des Fern- und Güterverkehrs werden umgeleitet. Für Reisende im Regionalverkehr wurde ein leistungsstarkes Ersatzverkehrskonzept entwickelt.

Mit einer Auslastung von bis zu 147 Prozent zählt die Verbindung zu den am höchsten belasteten Strecken im deutschen Schienennetz. Der Korridor zwischen Hamburg und Hannover ist eine wichtige Achse im Personenverkehr und von hoher Bedeutung im internationalen Güterverkehr. Er verbindet den Hamburger Hafen mit dem südlichen Europa. Jeder vierte Güterwagen in Deutschland fährt ab oder nach Hamburg. Aufgrund dieser hohen Belastung und Bedeutung der Strecke geht die DB dort in drei Stufen vor, um die Qualität auch langfristig deutlich zu steigern: mit der Qualitätsoffensive in diesem Jahr, der Korridorsanierung im Jahr 2029 sowie mit der Planung einer Neubaustrecke.

Das Konzept der Qualitätsoffensive 2026 ist angepasst an die Wiederaufnahme des Bahnbetriebs nach der Korridorsanierung Hamburg – Berlin, vorgesehen für den 15. Mai im Nordabschnitt von Hamburg bis Hagenow Land und am 14. Juni auf der gesamten Strecke. Bis dahin bleibt der nördliche Teil der Strecke zwischen Hamburg und Lüneburg Umleiterstrecke für die Fern- und Güterzüge zwischen Hamburg und Berlin.  

Bauvolumen und Zeitplan

Die umfassende Sanierung startet am 1. Mai, wobei zunächst nur der Abschnitt Celle – Hannover gesperrt wird. Ab 14. Juni wird dann die gesamte Strecke wegen der Sanierungsarbeiten nicht mehr befahrbar sein. An diesen neuen Zeitplan hat die InfraGO gemeinsam mit ihren Baupartnern auch den Umfang und den Ablauf der Streckensanierung angepasst:

  • Modernisierung von rund 66 Kilometer Gleis, 36 Weichen, sechs Weichenheizungen, zwei Kilometer Oberleitung
  • Sanierung von mehreren konstruktiven Ingenieurbauwerken, darunter die Eisenbahnbrücke „Bleckeder Landstraße“ in Lüneburg sowie die Eisenbahnbrücke „Bahnhofstraße“ in Uelzen sowie weitere Durchlässe und Brücken
  • Umfassende Erneuerung der Bahnstationen in Stelle, Suderburg, Großburgwedel und Langenhagen
  • Kabeltiefbauarbeiten für den Bau der neuen Stellwerke entlang der Achse Lüneburg − Uelzen
  • Sanierung des Bahndamms bei Eschede

Verkehrskonzept

Für die ausfallenden Nahverkehrszüge hat die LNVG (Lan­des­nah­ver­kehrs­ge­sellschaft Niedersachsen mbH) ein leistungsstarkes Ersatzkonzept organisiert. 

Zwischen Hannover und Celle fahren beispielsweise zusätzliche S-Bahnen. Zwischen Lüneburg und Hamburg und teilweise sogar bis Uelzen wird es ein Grundangebot mit Zügen geben und zwischen Langenhagen und Lüneburg fahren zahlreiche Ersatzbusse. 

Weitere Details zum Ersatzfahrplan finden Reisende auf der Internetseite der LNVG.

(Veröffentlicht am 22. April 2026)

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