Mensch.Mutter.Mut: So heißt die Ausstellung, die vom 3. bis zum 24. März 2026 im Bürgersaal des Neuen Rathauses zu sehen ist. Sie zeigt künstlerische Arbeiten von Schüler*innen der IGS Roderbruch und des Gymnasiums Goetheschule zur gesellschaftlichen Rolle von Müttern.
Oberbürgermeister Belit Onay unterstreicht die Bedeutung der Ausstellung im Rahmen des Weltfrauentags: „Die Rolle von Müttern beinhaltet immer auch Fragen von Gleichstellung, Zeitverteilung und Anerkennung. Die Ausstellung macht diese Verbindung sichtbar. Sie verbindet tradierte Perspektiven mit heutigen Erfahrungen. Besonders wertvoll ist hier die Perspektive junger Menschen, die die Ausstellung mit ihren Arbeiten bereichern. Wichtig ist mir Folgendes: Frauen und Mutterschaft sind Themen, die die gesamte Gesellschaft angehen. Gleichstellung, Care-Arbeit und Verantwortung können nur gerecht gestaltet werden, wenn sie als gemeinsame Aufgabe verstanden werden. Diese Ausstellung ist daher nicht nur eine Würdigung von Frauen und Müttern. Sie ist eine Einladung an uns alle: genauer hinzuschauen, Strukturen zu hinterfragen und Verantwortung zu übernehmen.“
Die Ausstellung ist im städtischen Fachbereich Gesellschaftliche Teilhabe in Kooperation mit den zwei hannoverschen Schulen IGS Roderbruch und Gymnasium Goetheschule entstanden. Sie betont drei Ebenen weiblicher Identität: den Menschen als eigenständiges Individuum, die Rolle als Mutter und den Mut, der in Fürsorge, Neubeginn, Widerstand und Selbstbehauptung steckt. Die Ausstellung untersucht, wie Mutterschaft heute gelebt und empfunden wird und wie sie die Beziehung zwischen den Generationen formt. Zu sehen sind zwei künstlerische Serien:
- Die IGS Roderbruch zeigt dokumentarische Schwarz-Weiß-Porträts von Müttern und ihren Kindern. Die Fotografien machen Nähe und Distanz sichtbar, Bindung und beginnendes Loslassen.
- Das Gymnasium Goetheschule präsentiert malerische Porträts der Hände von Müttern. Die Hände werden zum Symbolkörper: Sie tragen Spuren von Arbeit, Sorge, Belastung und Zuneigung.
Die Ausstellung ist bei der Stelle für Demokratiestärkung und gegen Rechtsextremismus im städtischen Fachbereich Gesellschaftliche Teilhabe verortet. Sie versteht Mutterschaft nicht als private Angelegenheit, sondern als politische Frage: als Frage von Teilhabe, Gleichstellung, Sichtbarkeit und demokratischer Kultur. Gerade vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen leistet das Projekt einen Beitrag zur politischen Bildung, etwa in der zunehmenden Infragestellung feministischer Positionen oder der Instrumentalisierung traditioneller Familienbilder. Es stärkt demokratische Werte, indem es Vielfalt von Lebensrealitäten anerkennt und zur kritischen Reflexion normativer Zuschreibungen anregt.
Die Ausstellung ist im Bürgersaal des Neuen Rathauses, Platz der Menschenrechte 1, montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.