Mit der Drucksache setzt die Verwaltung weitere Bausteine des beschlossenen Innenstadtkonzepts um. Gleichzeitig soll die erforderliche Teileinziehung der Georgstraße und der Ständehausstraße beschlossen werden.
Künftig sollen Opernplatz und Georgstraße stärker als zusammenhängender Stadtraum erlebbar sein. Der Fußverkehr erhält Vorrang, der Durchgangsverkehr entfällt. Zugelassen bleiben weiterhin der öffentliche Nahverkehr, Liefer- und Ladeverkehre zu festgelegten Zeiten, die Zufahrt zu Grundstücken, die Erreichbarkeit von Behindertenparkplätzen sowie der Radverkehr.
„Mit der Umgestaltung der Georgstraße setzen wir einen zentralen Baustein unseres Innenstadtkonzepts um. Der Opernplatz ist einer der schönsten Orte Hannovers. Künftig werden Platz und Georgstraße noch stärker als zusammenhängender Stadtraum erlebbar sein. Wir schaffen mehr Aufenthaltsqualität, mehr Raum für Menschen und mehr Klimaresilienz und erhalten gleichzeitig die gute Erreichbarkeit der Innenstadt“, sagt Oberbürgermeister Belit Onay.
Die Planung sieht eine niveaugleiche und barrierearme Gestaltung des Straßenraums vor. Darüber hinaus sollen größere Aufenthaltsflächen entstehen sowie zusätzliche Möglichkeiten für Außengastronomie geschaffen werden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Klimaanpassung. Geplant sind größere Baumscheiben, zusätzliche entsiegelte Flächen und neue Möglichkeiten zur Regenwasserversickerung. Damit soll die Aufenthaltsqualität insbesondere an heißen Sommertagen verbessert werden.
„Die Georgstraße besitzt mit ihrem Baumbestand, ihrer Architektur und der direkten Lage am Opernplatz bereits heute eine hohe Qualität. Mit der Umgestaltung entwickeln wir diesen Stadtraum konsequent weiter. Die Straße wird künftig stärker als Flaniermeile wahrgenommen werden und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung in der Innenstadt leisten“, betont Stadtbaurat Thomas Vielhaber.
Im Rahmen der Planungen wurde auch geprüft, ob der Busverkehr verlagert werden kann. Die Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass die bestehende Linienführung für die Erreichbarkeit des Kröpcke als zentralem ÖPNV-Knotenpunkt unverzichtbar ist. Deshalb bleibt der Busverkehr auf der Georgstraße erhalten.
„Wir haben sehr genau geprüft, wie wir die unterschiedlichen Anforderungen an diesen Ort bestmöglich miteinander verbinden können. Die vorliegende Lösung schafft mehr Aufenthaltsqualität und stärkt den Umweltverbund, ohne die wichtige Anbindung der Innenstadt mit dem öffentlichen Nahverkehr zu beeinträchtigen“, so Onay.
Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 3,2 Millionen Euro. Für die Maßnahme sollen Fördermittel aus dem Landesprogramm „Resiliente Innenstädte“ eingeworben werden.
Vorbehaltlich der politischen Beschlussfassung könnten die vorbereitenden Arbeiten im Herbst 2026 beginnen. Die Bauzeit wird auf etwa zwei Jahre geschätzt.