Gesellschaftliche Spannungen und Polarisierungen haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Öffentliche Debatten, Diskurse im digitalen Raum und private Beziehungen sind allzu oft von Misstrauen, Angst und Feindbildern geprägt. Ob in sozialen Netzwerken, Nachbarschaften oder Familien: Das Verständnis füreinander geht mehr und mehr verloren . Demonstratives Unverständnis mündet stattdessen immer häufiger in Ablehnung bis zum offenen Hass. Differenzen werden zu Fronten, Argumente zu Attacken, die Fähigkeit zum Dialog verkümmert. Gleichgesinnte bleiben unter sich. Und digitale Echokammern verstärken noch den Eindruck, im dauernden Gegensatz zur „anderen Seite“ zu stehen. Der Trend erfasst längst nicht alle. Und doch gefährdet er den gesellschaftlichen Zusammenhalt und schwächt unsere Fähigkeit, Konflikte konstruktiv zu verhandeln.
Wie ist es so weit gekommen? Woher der Hass – und wie lässt er sich überwinden? Welche Rolle spielen Kränkungen, soziale Desintegration und das Bedürfnis nach Zugehörigkeit? Und schließlich: Wie gelingt Versöhnung? Antworten auf diese Fragen suchen Experten beim Herrenhäuser Gespräch mit dem Titel "Hass und kein Ende? Wie Versöhnung gelingen kann" am 15. Januar im Xplanatorium des Schlosses Herrenhausen.
Livestream
Die Veranstaltung kann am Veranstaltungstag auf www.volkswagenstiftung.de im Livestream verfolgt werden.
Programm
Podiumsdiskussion
Dr. Saba-Nur Cheema, Politologin und Publizistin, Co-Autorin von „Muslimisch-jüdisches Abendbrot“
Prof. Dr. Julia Reuschenbach, Senior Lecturer/Wiss. Mitarbeiterin, Fachbereich Sozialwissenschaften, Fachgebiet Politikwissenschaft, Universität Hamburg
Prof. Dr. Hans-Jörg Sigwart, Lehrstuhl für politische Theorie und Ideengeschichte, RWTH Aachen
Moderation
Dr. Ulrich Kühn, NDR Kultur