Andere Ausstellungshäuser
Zivilisation versus Archaikum
Um die Zerbrechlichkeit der Zivilisation und das Sprengen archaischer Strukturen dreht sich vom 6. bis 15. November eine neue Ausstellung in der Produzentengalerie 4h-art in Hannover.
Was wird in der Ausstellung „Zivilisation versus Archaikum“ gezeigt?
Die Ausstellung untersucht das Spannungsfeld von Archaikum und Zivilisation. Zivilisation erscheint als Gefüge aus Regeln und Beziehungen, doch unter der Oberfläche der Gegenwart wirken ältere Kräfte fort: Mythos, Körper, Angst, Gewalt, Erinnerung und das Bedürfnis nach Identität. Gezeigt werden Zeichnungen, Malereien, Fotografien, Digitalcollagen und Skulpturen.
Anil Demir (Georgien) macht den weiblichen Körper zum Übergang zwischen Ordnung und archaischer Erinnerung. Jürgen Friede (Wedemark) nähert sich dem Thema über das Material, Eva Friedrich (Burgwedel) über den Konflikt zwischen Identität und Norm. Anna Lila May (Berlin) zeigt die Fragilität des Zwischenmenschlichen, Stanislaus Müller-Härlin (Schwäbisch-Gmünd) beobachtet zeichnerisch, wie brüchig Zivilisation ist. Ralf Nolting (Hamburg) thematisiert Flucht, Entwurzelung und Gewalt, Dieter Rammlmair (Hannover) die gesellschaftspolitische Ebene, Denis Stuart Rose (Braunschweig) verbindet das Archaische mit persönlicher Erinnerung. Zivilisation ist ein fortwährender Prozess, der durch Vertrauen, Recht, Empathie und Kooperation stets neu hergestellt werden muss.
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