Lust auf ein musikalisches Abenteuer? Eine Reise vom Rhein zur Drachenhöhle bis nach Walhall, einmal quer durch das Land der Nibelungensage? Auf den Spuren Richard Wagners natürlich - nur dass Sie hierfür keine vier Abende einplanen müssen. Bei der NDR Radiophilharmonie passt der fast komplette "Ring" in eine Konzerthälfte, und die Gesangsstimmen übernehmen die Orchesterinstrumente auch noch.
Tatsächlich kommt Wagners faszinierende Kunst der Orchesterbehandlung in reinen Instrumentalfassungen erst so richtig zur Geltung. Die im ersten Sinfoniekonzert am 3. Dezember gespielte stammt von einem echten Spezialisten, dem niederländischen Arrangeur Henk de Vlieger. Seine "Ring"-Bearbeitung aus dem Jahr 1991 folgt streng der Handlungschronologie, strafft und fasst zusammen, erlaubt sich ansonsten aber nur wenige Eingriffe in die Partitur. Ein echtes Klang-Abenteuer! Und diese Aufführung der NDR Radiophilharmonie bietet noch mehr Außergewöhnliches: Die Live-Zeichnerin Anni von Bergen - dem hannoverschen Publikum bereits durch die "Don Giovann"-Inszenierung an der Oper bekannt - lässt synchron zur Musik Bilder entstehen, die live auf eine Leinwand projiziert werden.
Vor der Pause präsentiert sich Pablo Ferrández, der neue Stern am Cello-Himmel, mit einem der ganz großen Repertoire-Stücke: dem Cellokonzert h-Moll von Antonín Dvořák. So herausfordernd und virtuos der Solopart auch ist, geht es hier um viel mehr: um Gefühle, um Seelentiefe, um den intensiven Austausch mit dem Orchester.
Eine Stunde vor Konzertbeginn gibt es eine Konzerteinführung mit Edelmann & Cello.
Antonín Dvořák
Violoncellokonzert h-Moll op. 104
Richard Wagner/Henk de Vlieger
"Der Ring"
Ein orchestrales Abenteuer arrangiert von Henk de Vlieger
mit Live-Zeichnerin Anni von Bergen
Pablo Ferrández, Violoncello
Stanislav Kochanovsky, Dirigent
NDR Radiophilharmonie