Authentizität gilt aktuell als Gütesiegel: Gut ist, was „wahrhaftig“ ist. Ob in persönlicher Interaktion, in den (sozialen) Medien oder in der Kunst, die Sehnsucht nach dem Echten ist allgegenwärtig. In einer von Inszenierungen geprägten Welt, von der digitalen Selbstdarstellung bis zum durchchoreographierten Politspektakel, stellt sich allerdings die Frage, welche Erscheinungsformen heute Wahrhaftigkeit beanspruchen können. Und auch eine Kunstwelt, die mit Reproduktion, Sampling und künstlicher Intelligenz operiert, fordert die traditionelle Auffassung von „Echtheit“ heraus.
Was also ist wirklich authentisch? Gibt es das Authentische überhaupt? Wenn ja, ist es ein erreichbares Ziel und wieviel normativer Druck liegt hinter dem Streben danach? In welcher Weise beeinflussen digitale Technologien und soziale Medien unser Verständnis des Wahrhaftigen in der Kunst und im Alltag? Und was bedeutet das alles für Kunst- und Medienschaffende? Antworten auf diese Fragen suchen Experten beim Herrenhäuser Gespräch mit dem Titel "Authentizität als Illusion? Zwischen Wirklichkeit und Inszenierung" am 21. Mai in der Orangerie Herrenhausen.
Podiumsdiskussion
Julian Hetzel, Performancekünstler, Musiker, Theatermacher und Visuell Artist
Prof. Dr. Margreth Lünenborg, Arbeitsstelle Journalistik, Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften Freie Universität Berlin
Brigitta Muntendorf, Komponistin, Intendantin der KunstFestSpiele Herrenhausen
Prof. Dr. Thomas Strässle, Literaturwissenschaftler, Deutsches Seminar Universität Zürich
Moderation
Dr. Ulrich Kühn, NDR Kultur
Livestream
Die Veranstaltung kann am Veranstaltungstag auf www.volkswagenstiftung.de im Livestream verfolgt werden.