Die Fortschritte in der künstlichen Intelligenz und der synthetischen Biologie eröffnen faszinierende neue Möglichkeiten für die medizinische Forschung, insbesondere im Kampf gegen antibiotikaresistente Bakterien. So haben Forschende kürzlich erstmals KI-gestützte Software genutzt, um künstliche Viren zu entwerfen, sogenannte Bakteriophagen. Sie können gezielt bakterielle Krankheitserreger bekämpfen. Doch während diese Technologie vielversprechende Ansätze für die Behandlung bisher unheilbarer Infektionen bietet, wirft sie auch kritische Fragen auf: Könnten damit auch gezielt Erreger erschaffen und als biologische Waffen verwendet werden, die Menschen krank machen? Welche Sicherheitsvorkehrungen sind notwendig, um solche Risiken zu beherrschen und eine potenzielle globale Bedrohung für die öffentliche Gesundheit zu verhindern? Antworten auf diese Fragen suchen Experten bei der Leopoldina Lecture mit dem Titel "Künstliche Intelligenz trifft synthetische Biologie" am 9. Juni im Xplanatorium des Schlosses Herrenhausen
Die Veranstaltung widmet sich diesen drängenden Fragen und beleuchtet die Chancen und Risiken der KI-gestützten Entwicklung synthetischer Organismen. Im Mittelpunkt stehen wissenschaftliche Grundlagen und potenzielle Risiken einer Technologie, die nicht nur Krankheiten bekämpfen, sondern auch neue Bedrohungen schaffen könnte.
Podiumsdiskussion
PD Dr. Jens Bohne, Institut für Virologie, Medizinische Hochschule Hannover
Prof. Dr. Jens Bosse, Gruppenleiter Quantitative Virology, CSSB Centre for Structural Systems Biology, Hamburg
Dr. Una Jakob, Leiterin der Forschungsgruppe Biologische und chemische Abrüstung und Sicherheit, PRIF – Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung
Moderation
Sonja Kastilan, Leitung der Abteilung Wissenschaftskommunikation, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
Livestream
Die Veranstaltung kann am Veranstaltungstag auf www.volkswagenstiftung.de im Livestream verfolgt werden.