Wissenschaft & Wirtschaft

Psychische Wunde, physischer Schmerz

Über psychische Erkrankungen, Akzeptanz, Therapiezugang und die Verbindung von Psyche und Körper sprechen Wissenschaftler am 9. April im Schloss Herrenhausen.

Auditorium, Schloss Herrenhausen

Angststörungen, Depressionen, bipolare Störungen, Suchterkrankungen: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts lebten im Jahr 2023 rund 40 % aller Erwachsenen mit einer psychischen Erkrankung. Bei den über 80-Jährigen waren es sogar noch mehr. Obwohl auch immer mehr Prominente in der Öffentlichkeit über ihre Diagnosen sprechen und damit große Sichtbarkeit für psychische Krankheiten schaffen, mangelt es noch immer an gesellschaftlicher Akzeptanz – und an Therapieplätzen. Das belastet nicht nur Betroffene und deren Angehörige. Auch Unternehmen spüren die Folgen: Fehlzeiten und geringere Leistungsfähigkeit führen zu wirtschaftlichen Einbußen und stellen Arbeitgeber:innen vor große Herausforderungen. Zudem zeigt aktuelle Forschung, dass psychische und Körperliche Gesundheit eng zusammenhängen. Bspw. treten Herzkrankheiten und chronischen Schmerzen häufiger auf, wenn die Psyche belastet ist. 

Herrenhäuser Forum

Welche neuen Therapieansätze gibt es wie können Therapien schneller und einfacher zugänglich werden? Welche körperlichen Folgen können psychische Erkrankungen haben? Und was braucht es für mehr gesellschaftliche Akzeptanz und politischen Handlungsdruck? Antworten auf diese Fragen suchen Experten beim Herrenhäuser Forum mit dem Titel "Psychische Wunde, physischer Schmerz – Wege aus der Stigmatisierung von mentalen Erkrankungen" am 9. April im Xplanatorium des Schlosses Herrenhausen.

Livestream

Die Veranstaltung kann am Veranstaltungstag auf www.volkswagenstiftung.de im Livestream verfolgt werden.

Veranstaltung im Radio

Deutschlandfunk Kultur zeichnet die Veranstaltung auf und sendet sie am Sonntag, 12. April, 1:05 Uhr in der Sendung Diskurs.

Programm

Podiumsdiskussion
Christian Grell, Vorsitzender Landesverband Niedersachsen der Selbsthilfevereinigung von Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e.V. (AANB e.V.)
Dr. med. Jakob Hein, Psychiater und Autor, Berlin
Prof. Dr. Katarina Stengler, Aktion Psychisch Kranke e.V., Bonn, Helios Park-Klinikum Leipzig Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
Prof. Dr. Shuyan Liu, Professorin für Global Mental Health; Leiterin FB Neurowissenschaftliche Populationswissenschaft (PONS) und AG Umwelt und psychische Gesundheit, Charité Universitätsklinikum Berlin

Moderation
tba, Deutschlandfunk Kultur, Berlin 

Termine

09.04.2026 ab 19:00 bis 21:00 Uhr

Ort

Schloss Herrenhausen
Herrenhäuser Straße 5
30419 Hannover

Dies ist eine Veranstaltung mit freiem Eintritt

Die Kapazität ist begrenzt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Einlass beginnt 60 Minuten vor Veranstaltungsbeginn.
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