22. bis 26. September 2026
Programm der HANNAH ARENDT TAGE 2026 veröffentlicht
Unter dem Arendt Zitat „stop and think“ präsentieren die diesjährigen HANNAH ARENDT TAGE vom 22. bis zum 26. September zum 120. Geburtstag der Politiktheoretikerin hochkarätige Gäste, spannende Themen und vielfältige Formate.
Ein Highlight der Reihe ist die Eröffnungsveranstaltung mit Prof. Dr. Roger Berkowitz, Professor für Politikwissenschaft und Menschenrechte am Bard College sowie Gründer und wissenschaftlicher Leiter des Hannah-Arendt-Zentrums für Politik und Geisteswissenschaften, Annandale-on-Hudson, New York, USA. Er spricht und diskutiert über „Die Kraft der Freundschaft in einer zerbrochenen Welt“. Die Zusammenarbeit mit den Hannah-Arendt-Zentrum und den HANNAH ARENDT TAGEN soll zukünftig vertieft werden, vor allem mit Blick auf eine jugendliche Zielgruppe.
Schüler*innen der IGS Roderbruch begleiten auch in diesem Jahr mit Interviews für den YELLOWPOST.blog und einem Poetry Slam die Veranstaltungsreihe.
Die Ausstellung „Out of Exile – The Photography of Fred Stein” in der Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule thematisiert die Erfahrung von Verfolgung, Flucht und Staatenlosigkeit, die Arendt mit dem in Dresden geborenen Fred Stein teilte. Die Pop-Up-Ausstellung des Deutschen Exilarchivs 1933-19145 der Deutschen Nationalbibliothek zeigt das Leben und Werk des bekannten Fotografen, der Hannah Arendt mehrfach porträtierte.
Der Frage, ob kritisches Reflektieren, Zweifeln und auch das Aushalten von Widersprüchen noch eine Zukunft haben, oder wir mit dem Denken die Verantwortung für unser Handeln an KI abgeben ist Thema einer ebenso aktuellen wie spannenden Podiumsdiskussion im Haus der Heise Gruppe mit den Gästen Prof. Dr. Judith Stein (Hamburg), Prof. Dr. Marius Lindauer (Hannover) und Dr. Volker Zota (heise online, Hannover).
Im Salongespräch in der Villa Seligmann stellt Prof. Dr. Grit Straßenberger (Bonn) „Die Denkerin Hannah Arendt und ihr Jahrhundert“ vor und erläutert, warum Arendt auch 120 Jahre nach ihrer Geburt noch so viel Strahlkraft und Faszination entfaltet.
In Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Hannover gehen die HAT neue Wege: in einem performativen Rundgang durch die Graphic Novel „Die drei Leben der Hannah Arendt“ vom Ken Krimstein und einem Gespräch im Anschluss mit Dr. Eva Jandl-Jörg, Direktorin des Museums Wilhelm Busch Hannover und der Theaterregisseurin Theresa Thomasberger unter dem Titel „How to draw a soul?“ steht die Frage im Raum, wie und ob Kunst neue Zugänge schaffen kann, um der politischen Theoretikerin und ihrer Gedankenwelt näher zu kommen.
Warum gibt es in demokratischen Gesellschaften eine Sehnsucht nach einer „Kultur der Stärke“ und wie kann Demokratie der neuen Anziehungskraft autoritärer Angebote begegnen? Darüber diskutieren in der Abschlussveranstaltung im Schloss Herrenhausen Prof. Ines Geipel, Dr. Ronen Steinke und Prof. Dr. Uwe Volkmann.
Als besonderes Angebot lädt ein interaktiver Vortrag an der Leibniz Universität Hannover von Dr. Diana Häs über Arendts monumentales Werk „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“, das vor 75 Jahren erschienen ist, zu einer vertiefenden Auseinandersetzung des nach wie vor aktuellen Werkes ein.
Und am 14. Oktober heißt es dann: Happy Birthday, Hannah! Am neuen „frauenOrt Hannah Arendt“ feiern die HANNAH ARENDT TAGE und die Stadtbibliothek Hannover den 120. Geburtstag der international bekannten Politiktheoretikerin unter dem Titel „Über das Neu-anfangen-Können“.
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