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Menschlichkeit als politisches Konzept?

In der Reihe „Hannover liest HANNAH“ ist am 2. Juni mit Dr. Ina Schaede die Pastorin der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis in der Zentralbibliothek zu Gast.
 

Hannah Arendts berühmte Rede „Von der Menschlichkeit in finsteren Zeiten“ anlässlich der Verleihung des Lessing-Preises in Hamburg 1959 regt zu einer „radikal kritischen Haltung zur Welt“ und zum Mut zum „Selbstdenken“ an, wenn die politische Öffentlichkeit sich zu verfinstern droht.  

Der zentrale Gedanke Arendts, dass der Standpunkt der Menschlichkeit nicht verlassen werden darf, egal wie tief Konflikte und Meinungsverschiedenheiten sind, kann uns Hoffnung vermitteln, sich für den Zusammenhalt der Gesellschaft einzusetzen.

Referentin

Dr. Ina Schaede studierte von 2000 bis 2006 evangelische Theologie an der Universität Heidelberg. Von 2007 bis 2009 war sie DFG-Stipendiatin am Max-Weber-Kolleg Erfurt und am Ethikzentrum Jena bei Prof. Dr. Hans Joas und Prof. Dr. Nikolaus Knoepffler zum Thema Menschenwürde und Menschenrechte. Sie promovierte 2012 mit einer Dissertation zum Thema „Bildung und Würde. Religionspädagogische Reflexionen im interdisziplinären Kontext“. Es folgte ab 2012 ein Vikariat in der ev.-luth. Landeskirche Hannovers. Von 2023 bis 2025 war Dr. Ina Schaede Pastorin der ev. Studierendengemeinde Hannover. Seit 2025 ist sie Pastorin in der Neustädter Hof- und Stadtkirche mit Schwerpunkt Kultur und Leibniz-Gedenkort.

Moderatorin

Dr. Claudia Christophersen studierte Germanistik und Philosophie in Tübingen, Heidelberg und München. Sie promovierte mit einer Arbeit über Hannah Arendts Rahel Varnhagen-Biografie. Heute arbeitet sie als Kulturjournalistin in Hannover.

Termine

02.06.2026 ab 19:30 Uhr

Ort

Stadtbibliothek
Hildesheimer Straße 12
30169 Hannover

Dies ist eine Veranstaltung mit freiem Eintritt

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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