Herschelschule startet mit neuen Räumen ins Schuljahr - Hannover.de

Schulbau

Herschelschule startet mit neuen Räumen ins Schuljahr

An der Herschelschule in Vahrenheide beginnt ein neuer Abschnitt: Zum Start des Schuljahres 2026/27 hat die Schule ihr neues Interimsgebäude bezogen, das am 21. August offiziell von Oberbürgermeister Belit Onay übergeben wurde. In den Herbstferien kommt der Erweiterungsbau hinzu. Insgesamt investiert die Landeshauptstadt Hannover rund 60 Millionen Euro in den Schulstandort

Diplom-Ingenieur Rudolph Knoll (Architekt pk nord), Benedikt Lange (Projektleiter Gebäudemanagement LHH), Dr. Wjahat Waraich (Bezirksbürgermeister Bothfeld-Vahrenheide), Ute Kamlah (Schulleiterin Gymnasium Herschelschule), Oberbürgermeister Belit Onay und Stadtbaurat Thomas Vielhaber vor der neuen Modulanlage. 
 

Die Bauarbeiten sind Teil des umfangreichen Projekts „Umsetzung G9 und Brandschutz“. Mit der Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium ist der Raumbedarf an vielen Schulen gestiegen. An der Herschelschule nutzt die Landeshauptstadt die notwendige Erweiterung zugleich, um die Gebäude grundlegend zu modernisieren und die Schule langfristig zukunftsfähig zu machen.

„Eine Schule ist mehr als ein Gebäude. Sie ist ein Ort, an dem junge Menschen einen großen Teil ihres Tages verbringen, gemeinsam lernen und ihre Zukunft gestalten. Deshalb investieren wir hier nicht nur in zusätzliche Räume, sondern in gute Bedingungen für Bildung“, sagt Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay. „Mit dem Neubau, dem Interimsgebäude und der anschließenden Sanierung des Bestands entsteht an der Herschelschule Schritt für Schritt ein moderner und inklusiver Schulstandort.“

Interimsgebäude schafft Platz für die Bauphase

Bereits zum Schuljahresbeginn ist das dreigeschossige Interimsgebäude in Holzmodulbauweise in Betrieb gegangen. Auf rund 4.800 Quadratmetern Netto-Raumfläche stehen 30 Unterrichts- und Fachunterrichtsräume zur Verfügung. Hinzu kommen Räume für die Schulverwaltung, Arbeitsbereiche für Lehrkräfte und Sanitäranlagen.

Das Gebäude steht in unmittelbarer Nähe des eigentlichen Schulgeländes und schafft damit die Voraussetzungen dafür, dass die Bestandsgebäude während der weiteren Bauarbeiten umfassend saniert werden können. Die Außenanlagen rund um das Interimsgebäude werden derzeit noch fertiggestellt.

Auch während der Übergangszeit sollen die Schüler*innen möglichst gute Bedingungen vorfinden: Das Gebäude verfügt unter anderem über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung. Alle Geschosse sind über einen Aufzug barrierefrei erreichbar. Vorgesehen sind zudem Schulhof-, Spiel- und Bewegungsflächen, darunter inklusive und teilweise barrierefrei nutzbare Spielangebote.

Die Holzmodulanlage ist nicht als kurzfristige Zwischenlösung gedacht: Nach Abschluss der Gesamtmaßnahme an der Herschelschule soll sie an einem anderen Schulstandort der Landeshauptstadt Hannover wieder aufgebaut und weiter genutzt werden. Damit können die Module langfristig eingesetzt werden, anstatt nach der Bauphase ungenutzt zu bleiben.

Erweiterungsbau schafft neue Räume für G9 und Oberstufe

Nach ihrem Einsatz an der Herschelschule soll die Holzmodulanlage an einem anderen Schulstandort weiter genutzt werden.

In den Herbstferien soll der neue Erweiterungsbau fertiggestellt werden. Er schafft zusätzliche Klassen- und Differenzierungsräume, ein neues Oberstufenzentrum sowie moderne Musikräume. Die Räume sind so konzipiert, dass neben klassischem Unterricht auch Projektarbeit, Gruppenlernen und individuelles Arbeiten möglich sind.

Mit dem Neubau verändert sich zugleich das Erscheinungsbild des Schulstandorts. Durch seine Lage bildet er künftig einen neuen räumlichen Schwerpunkt des Schulcampus und wertet die Eingangs- und Hofsituation auf.

Sanierung der Bestandsgebäude folgt

Mit dem Umzug in das Interimsgebäude und der Inbetriebnahme des Erweiterungsbaus können anschließend weitere Bereiche der bestehenden Schulgebäude bearbeitet werden. Auf dem Programm stehen unter anderem die Verbesserung der Flucht- und Rettungswege, Brandschutzmaßnahmen, die Erneuerung von Sanitäranlagen und Decken sowie weitere Maßnahmen für mehr Barrierefreiheit.

Die Arbeiten am Gesamtprojekt laufen voraussichtlich bis 2028. Danach soll die Herschelschule über einen umfassend modernisierten Schulcampus mit zusätzlichen, nachhaltigen und inklusiven Lern- und Arbeitsbereichen verfügen.

„Die Herschelschule ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir Schulbau in Hannover denken: Wir schaffen den zusätzlichen Platz, den die Schulen brauchen, und verbinden das mit einer grundlegenden Modernisierung des Bestands“, sagt Stadtbaurat Thomas Vielhaber. „Dabei geht es auch um Nachhaltigkeit und darum, Investitionen langfristig sinnvoll einzusetzen. Die Weiterverwendung des Interimsgebäudes an einem anderen Standort ist dafür ein gutes Beispiel.“

Zahlen und Fakten

  • Auftraggeberin: Landeshauptstadt Hannover
  • Planungszeitraum: 2018 bis 2025
  • Bauzeitraum: 2024 bis 2028
  • Inbetriebnahme Interimsgebäude: zum Schuljahr 2026/27
  • Fertigstellung und Inbetriebnahme Erweiterungsbau: Schuljahr 2026/27, Betrieb nach den Herbstferien
  • Geplante Fertigstellung der Gesamtmaßnahme: 2028
  • Interimsgebäude in Holzmodulbauweise: rund 24 Millionen Euro
  • Erweiterungsbau für G9: rund 12,5 Millionen Euro
  • Maßnahmen im Bestand: rund 23 Millionen Euro
  • Gesamtinvestition: rund 60 Millionen Euro
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