Bildung
Werkstattgebäude am Campus Waterloo eingeweiht
Region Hannover investiert 27 Millionen Euro in moderne Berufsausbildung.
01.10.2026 - Die Region Hannover setzt ein weiteres Zeichen für die Zukunft der beruflichen Bildung: Der Neubau des Werkstattgebäudes an der Ohestrasse 3B in Hannover wurde am 01.10.2026 eingeweiht und damit offiziell in Betrieb genommen. Mit dem Bau werden moderne Werkstatträume für die Berufsfelder Holz, Metall und Farbe geschaffen, die der BBS 3 und BBS ME zugutekommen. Die Region Hannover hat 27 Millionen Euro in den Neubau investiert, der ein zentraler Baustein der Fortschreibung des Berufsschulkonzepts ist.
„Mit diesem Neubau setzen wir ein klares Signal für die Stärkung der beruflichen Bildung in unserer Region. Die modernen Werkstatträume ermöglichen eine praxisnahe und zeitgemäße Ausbildung in den gewerblich-technischen Berufen“, sagt Isabella Gifhorn, Dezernentin für Bildung, Kultur und Baumanagement der Region Hannover. Sie betont: „Gleichzeitig schaffen wir damit die Voraussetzungen, um den Fachkräftenachwuchs von morgen bestmöglich zu fördern.“
Das viergeschossige Gebäude ist in Passivhausbauweise errichtet, das Flachdach ist begrünt und die Photovoltaik-Anlage sorgt dafür, dass der Energiebedarf des Gebäudes teilweise selbst gedeckt wird. Die Gesamtkosten für den Neubau belaufen sich auf 27,25 Millionen Euro.
„Im neuen Werkstattgebäude können wir unseren Schüler*innen moderne Technik und aktuelle Technologien direkt zugänglich machen“, sagt Kai Brunschön, Leiter der BBS ME. „Gerade in der Berufsorientierung und Berufsvorbereitung eröffnet uns das die Chance, viele junge Menschen für die Gewerke zu begeistern."
„Mit dem Werkstattgebäude setzt die Region Hannover als Schulträgerin ein deutliches Zeichen für den Stellenwert der beruflichen Ausbildung“, sagt Harald Meier, Leiter der BBS 3. „Die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit von BBS 3 und BBS ME setzen wir in den neuen Räumlichkeiten fort. Die gemeinsame Nutzung der Werkstätten schafft Synergien, von denen beide Schulen und vor allem unsere Schüler*innen profitieren."
Als das Gebäude 2016 geplant wurde, sollte die Berufseinstiegsschule am Standort gebündelt werden. Mit der Fortschreibung des Berufsschulkonzepts der Region Hannover sind die damaligen Planer*innen allerdings zum Ergebnis gekommen, die Einstiegsschulen innerhalb der jeweiligen Berufsschulen zu belassen und so die vertikale Durchlässigkeit zwischen Bildungsgängen zu verbessern und eine direkte Anbindung an die bestehenden Werkstätten zu gewährleisten. Dies führte auch zu einer Anpassung des Raumprogramms und einer Verschiebung des Fertigstellungstermins.
Das Gebäude umfasst vier Vollgeschosse und rund 6.000 m² Geschossfläche, die größtenteils als Wertstätten für die verschiedenen Ausbildungsberufe dienen. Neben einer Holzwerkstatt mit Zuschnitt gibt es eine Schweiß- und Metallwerkstatt mit Metall-Zuschnitt, Blechbearbeitung, CAD/CAM-Technik sowie Farbwerkstätten, in denen die Schüler*innen der BBS 3 (Berufe am Bau) und der BBS ME (Metall- und Elektrotechnik) für die berufliche Zukunft ausgebildet werden.
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