Programm im Kommunalen Kino Hannover

Kommunales Kino Hannover: Das Monatsprogramm sowie die aktuellen und ständigen Filmreihen sind hier in der Übersicht zu finden.

Diese Filme zeigt das Kommunale Kino Hannover im Mai


Freitag, 24. Mai

18:00 Uhr:  
21:00 Uhr: 


Samstag, 25. Mai

12:00 Uhr:  The Fellowship Of The Ring (engl. OV)
17:00 Uhr:  The Two Towers (engl. OV)  
21:15 Uhr:  The Return Of The King (engl. OV)


Sonntag, 26. Mai

16:30 Uhr:  Bad Director (dt. OV)
19:30 Uhr:  Anatomie eines Falls (div. OmU)  


Montag, 27. Mai

14:00 Uhr:  The Zone of Interest (dt. OV)
16:30 Uhr:  Eureka (div. OmU)  
19:30 Uhr:  Starship Troopers (engl. OmU)


Mittwoch, 29. Mai

17:00 Uhr:  Bad Director (dt. OV)  
20:00 Uhr:  Following (engl. OmU)


Donnerstag, 30. Mai

13:30 Uhr:  Playtime (keine Sprache)
16:30 Uhr:  Touched (div. OmU)  
19:30 Uhr:  Interstellar (engl. OmU)


Freitag, 31. Mai

20:00 Uhr:  Evi Niessner

 

Aktuelle Filmreihen im Koki

Lichtjahre in die Zukunft: Science-Fiction, Aliens und Futurismus

Das Kino hat schon immer Zukunftsvisionen entworfen, cineastische Weltraumreisen unternommen und Kreaturen fremder Planeten bekämpft. Mit Metropolis (1927) legte Fritz Lang einen noch heute beeindruckenden expressionistischen Science-Fiction-Stummfilm vor. Am Do., den 02.05. begleitet der Stummfilmmusiker Richard Siedhoff das Meisterwerk von 35mm live auf dem Klavier. Der Roman “Krieg der Welten” von 1901 von George Welles wurde mehrfach verfilmt und von Orson Welles als Hörspiel adaptiert. Im KoKi läuft Kampf der Welten (1953), der ein Vorreiter populärer Alien-Invasionsfilme geworden ist. Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion (1966) ist ein Weltraumabenteuer aus Deutschland mit einem unglaublich funkigen Soundtrack vom Peter Thomas Sound Orchestra. Der Sohn des legendären Musikers, Philip Thomas, ist zu Gast, sowie die Tänzerin Roswitha Völz. Wie schon vor über 50 Jahren auf der Orion, tanzt sie mit dem Publikum den legendären Galyxo. Mit 7 Folgen der Kultserie mit Gästen inklusive passendem Buffet taucht das Koki ab in den Retro-Futurismus!
Ein futuristischer Film anderer Art ist Playtime – Tatis herrliche Zeiten (1967), eine Modernismuskritik als Slapstick-Ballett im hypermodernen Paris. Der Weltraumklassiker 2001 – A Space Odyssey (1968) von Stanley Kubrick wirft philosophische und moralische Fragen auf und ist noch heute eines der beeindruckendsten Filmkunstwerke schlechthin.
Im afrofuturistischen Space is the Place (1974) reist der Jazz-Musiker Sun Ra durch Zeit und Raum, um einen besseren Ort für die schwarze Weltbevölkerung zu finden – bunt, schräg, experimentell. Star Trek ist eine langlebige und beliebte Weltraumserie und ein jahrzehnteumspannendes Franchise. Die Filmmusikexpertin Annette Richter präsentiert am Fr., den 17.05. Star Trek - Der Film (1979) mit Einführung zur Filmmusik von Jerry Goldsmith. Zu John Carpenters Alien-Horror The Thing - Das Ding aus einer anderen Welt (1982) ist am Do., den 23.05. Nikola Koglin vom Geozentrum Hannover zu Gast und steht Rede und Antwort zu ihrem Forschungsthema Antarktis. Paul Verhoevens Starship Troopers (1997) beschreibt eine Alieninvasion in einer dystopischen Zukunft. Der Geschichtswissenschaftler Christian Weigel von der Uni Bonn ist am Mo., den 27.05. zu Gast und spricht zu antiken Motiven im Film und im gleichnamigen Roman von Robert A. Heinlein aus dem Jahr 1959.
Jonathan Glazer ist mit seinem aktuellen Film The Zone of Interest (2024), der im Mai ebenfalls im KoKi zu sehen ist, in aller Munde. In Under the Skin (2013) besucht ein Alien in körperlicher Form von Scarlett Johansson die Erde, fährt durch Schottland und lässt Männer verschwinden. Prof Dr. Kathleen Loock von der Leibniz Uni Hannover ist am Do., den 30.05. zu Gast zu Christopher Nolans Interstellar (2014) und spricht zum Thema Cli-Fi – Climate Change Fiction. Diese Vorstellung findet begleitend zur Installation „Floating Earth“ auf dem Maschteich im Rahmen der KunstFestSpiele Herrenhausen statt. Die experimentelle Dokumentation Space Dogs (2020) strickt die Verbindungen zwischen dem Hund Laika, dem ersten Lebewesen im All und seinen Nachkommen, streundenden Straßenhunden in Moskau. Kombiniert wird die Geschichte mit historischen Aufnahmen des sowjetischen Raumfahrtprogramms.

Die KoKi-FSJ Megan Wehrhahn hat diese Filmreihe maßgeblich kuratiert, Filme recherchiert und Gäste ins KoKi eingeladen.

 

Wiederkehrende Filmreihen im Koki

Cinematic Pop

Am 29.04. ist Kazuo Ishikawa, Ramen-Restaurantbetreiber, zu Gast und spricht über japanische Esskultur und die perfekte Nudelsuppe. Nach der Filmvorführung von Tampopo – Magische Nudeln (1985), dem vielleicht witzigsten Film aller Zeiten über die Verbindung von Essen und Eros, geht es zum gemeinsames Ramen-Essen bei SHIN RAMEN am Thielenplatz statt.

Am 30.04. zur Vorstellung vom Anime-Klassiker Prinzessin Mononoke (1997) kommt Philosoph Dr. Sool Park von der Uni Hildesheim zu Gast und führt in den Film und japanische Religion und Weltsicht ein.

Musik auf der Kinobühne: 
Am 04.05. ist die amerikanische Ghost Folk-Sängerin Allysen Callery für ein intimes Kino-Konzert zu Gast im KoKi. Ihren zarten, hypnotisierenden Sound zwischen 60er/70er Flowerpower und klassischem Folk bezeichnet Callery selbst als „ruhige Musik für eine laute Welt“. Ebenfalls am 04.05. sind die Klangbrücken im KoKi-Foyer zu Gast. Unter dem Titel „WhyBirdsSing“ spielen Lisa Werhahn und Kana Sugimura Geige, dazu wird das Foyer zum Raum einer Medienperformance der RaumZeitPiraten. Im Anschluss ist der poetisch-experimentelle Film 24 Frames (2017) von Abbas Kiarostami zu sehen.

Kino-Marathon total: 
Am Sa., den 25.05. laufen alle drei Verfilmungen der berühmten Buchreihe Lord of the Rings (2001-2003) von J.R.R. Tolkien als Extended Version. Insgesamt 17 Oscars, Hobbits, Elben und ein Ring. Für den Hunger zwischendurch gibt es ein thematisch passendes Schlemmerbuffet.
Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion (1966) ist ein Kult-Weltraumabenteuer aus Deutschland. Mit 7 Folgen der Kultserie, den Ehrengästen Philip Thomas und Roswitha Völz sowie einem passenden Buffet taucht das Koki am 12.05. ab in den Retro-Futurismus!
Richard Linklater schuf mit der Before-Trilogie (1995-2013) ein realistisches Abbild von drei der wichtigsten Stationen in der Beziehung eines Paares – und erforschte über einen Zeitraum von 18 Jahren die Chronik einer Liebe und die Grenzen filmischer Zeit. Am Pfingstmontag zeigt das KoKi die drei Filme mit Ethan Hawke und Julie Delpy als Triple am Stück.

Gäste, Specials und Kooperationen:
Spannende Kinomacher*innen erhalten in der Reihe „Kinogramm“ vom KoKi eine carte blanche und kapern so einen Abend das Kino und kuratieren, was immer sie wollen. Am 11.05. zeigen die Kinomacher*innen des aka-Filmclubs aus Freiburg gleich drei Veranstaltungen mit einem Analogfilm-Schwerpunkt. Am Nachmittag läuft eine Analog-Kurzfilmrolle mit Schmalfilmen aus Eigenproduktion von Super8 und 16mm, gefolgt von einem Film aus dem aka-Gründungsjahr: Das siebente Siegel (1957) von Ingmar Bergman. Den Abend schließt der Low-Budget-Horrorfilm-Spaß Nekromantik (1995) von Jörg Buttgereit – gedreht auf Super8 und aufgeführt von 35mm-Kopie.
Begleitend zum diesjährigen Eurovision Song Contest in Malmö, Schweden zelebriert das KoKi schon am 01.05. den ESC-Vorfreude-Abend mit Dr. Eurovision. Irving Wolther präsentiert den ESC 1974 von vor 50 Jahren inklusive dem ESC-Gewinn für ABBA in Filmausschnitten, mit Anekdoten und viel Mitsingpotenzial. Jeder KoKi-Gast, der im 70er Jahre-Abba-Outfit erscheint, bekommt einen Prosecco aufs Haus!
Salma Hayek als gefährliche Tänzerin, Quentin Tarantino als Triebtäter und Harvey Keitel als gottesfürchtiger Familienvater. Zu Rodriguez´ modernem Klassiker From Dusk Till Dawn (1996) von 35mm gibt Cineast und Vampir-Enthusiast Jonas Helmerich eine Einführung.
In der Reihe Hannover Favourites präsentiert KoKiMitarbeiterin Claudia Franke ihren Lieblingsfilm Missverstanden (2014), eine satirisch-bittere Familiengeschichte über Kinder von narzisstischen Künstler-Eltern – gedreht von Dario Argento-Tochter Asia mit Serge Gainsbourg-Tochter Charlotte in der Hauptrolle.
 

Premieren und Neuerscheinungen

Omen (2024) ist frisches Kino aus Afrika um einen Mann, der in seine Heimat Kongo zurückkehrt und mit Aberglauben und Vorurteilen kämpft. Inszeniert von dem Musiker, Filmemacher und Allroundkünstler Baloji.

Der renommierte, jüngst verstorbene Musiker Ryuichi Sakamoto bewegte sich in verschiedenen musikalischen Genres wie Jazz, Neo-Klassik, Avantgarde-Pop und Filmmusik. Opus (2024) zeigt seine letzte Performance. Sakamoto spielt sich unter der Regie seines Sohnes durch seine ganze Karriere.

Zwei Unbekannte treffen sich an einem Flussbett, sie schnippen Steine übers Wasser, vertiefen sich in Spiele, suchen nach ihren “Lieblingssteinen” und verbringen Zeit miteinander, als wären sie wieder Kinder. There Is A Stone (2023) ist eine faszinierende Film-Novelle über den Reiz des ziellosen Zeitvertreibs.

Zwischen Drama und Komödie bewegt sich der georgische Film Amsel im Brombeerstrauch (2024) und beschreibt die Selbstfindung einer 50-jährigen in einem kleinen Dorf auf zärtlich-skurrile Weise.

Bad Director (2024) von Oskar Roehler ist eine lustvoll-nihilistische Abrechnung mit der Leere unserer Welt aus der Perspektive eines Regisseurs in der Post-MidlifeCrisis.

Im experimentellen argentinischen Spielfilm Eureka (2024) reist eine junge Frau durch Raum und Zeit, durch die Jahrhunderte, zwischen Mexiko, Brasilien und den USA, zwischen Traum und Mythos, zwischen Western und postkolonialer Fabel.

Zwischen Kammerspiel und Kunstinstallation bewegt sich der Ausnahmefilm Touched (2024) und erzählt von der intensiven Beziehung zwischen einem Querschnittsgelähmten und seiner Krankenschwester.

50 Jahre KoKi - Jubiläumsreihe

Wir sind in Feierlaune! Zum 50-jährigen Geburtstag des Kommunalen Kinos spielen wir im Jubiläumjahr einen ikonischen Film aus jedem Jahr - von 1974 bis 2024.

Im Anime-Klassiker Mein Nachbar Totoro (1988) von Altmeister Hayao Miyazaki treffen zwei Schwestern auf den magisch begabten Waldgeist Namens Totoro.

Können Frauen und Männer wirklich Freunde sein oder kommt immer irgendwann der Sex dazwischen? Harry und Sally (1989) mit Billy Crystal und Meg Ryan ist der Prototyp der romantischen Komödie der 90er und läuft im KoKi von 35mm-Material.

Im Action-Klassiker Terminator 2 (1991) mimt der „Governator“ Arnold Schwarzenegger den Roboter T-800 und versucht zusammen mit dem jungen John Connor die Welt zu retten.

Der Erotikthriller Basic Instinct (1992) mit Michael Douglas und Sharon Stone von Paul Verhoeven ist inklusive dem legendären Beinüberschlag ebenfalls von 35mm-Material zu sehen. 

Das australisch-neuseeländische Drama Das Piano (1993) wurde mit der goldenen Palme von Cannes sowie drei Oscars ausgezeichnet und erzählt die Geschichte einer taubstummen Pianistin und ihrer Tochter, die samt Klavier von Schottland nach Neuseeland auswandert um dort zu heiraten – präsentiert von 35mm!

Die Low-Budget-Kult-Komödie Clerks – Die Ladenhüter (1994) von dem damals 24-jährigen Kevin Smith ist der Inbegriff eines Slacker-Films: In einem Eckkiosk hängen die gelangweilten jugendlichen Mitarbeiter ab, mit brillanten Dialogen, pubertärem Witz und den Kunstfiguren Jay und Silent Bob.

Richard Linklater begann mit Before Sunrise (1995) seine Trilogie über das Liebespaar Jesse und Celine, die sich zufällig im Zug treffen und eine Nacht gemeinsam in Wien verbringen. Das KoKi zeigt die komplette, über 18 Jahre gedrehte, Trilogie - das erste Treffen 1995 von 35mm Kopie.

Ein moderner Klassiker mit Salma Hayek als gefährlicher Tänzerin, Quentin Tarantino als Triebtäter und Harvey Keitel als gottesfürchtigem Familienvater ist From Dusk Till Dawn (1996) – im KoKi von 35mm und mit Einführung.

Paul Verhoevens Starship Troopers (1997) beschreibt eine Alieninvasion in einer dystopischen Zukunft – mit Einführung.

Following (1998) ist ein kleiner, feiner Neo-Noir und der Erstlingsfilm vom frischgebackenen Oscar-Preisträger Christopher Nolan.
 

Programmfolder und Tickets

Das Programm gibt es als gedruckte Gazette im Kino sowie bei allen bekannten Verteilstationen sowie hier als PDF zum Herunterladen.

Ticket-Reservierung telefonisch unter 0511/16845796 oder per Mail an koki@hannover-stadt.de