The Education of Jane Cumming Sophie Heldman, Deutschland/Schweiz/Großbritannien 2026, 114 Minuten, Deutsche Synchronfassung
Edinburgh, 1810. Die Lehrerinnen Jane Pirie und Marianne Woods haben ein Internat für Mädchen gegründet und leben damit ihren Traum von Freiheit und Unabhängigkeit. Als die 15-jährige Jane Cumming, Enkelin einer wohlhabenden Aristokratin und Tochter deren Sohnes und einer indischen Mutter, zu ihnen kommt, bleibt sie trotz aller ihrer Anstrengungen, Zugehörigkeit und Anerkennung zu erlangen, eine Außenseiterin.
Mit großer Sensibilität erzählt der Film von der jungen Jane, die auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit Entscheidungen trifft, deren Folgen unumkehrbar sind. Getragen von lyrischen, atmosphärischen Bildern fängt die Kamera die karge Lebenswelt und unberührte Natur Schottlands ein. Zugleich erzählt der Film von der tiefen, zunehmend leidenschaftlichen Zuneigung zwischen den beiden Lehrerinnen – einer Liebe, die in den damaligen Zeiten nicht gelebt werden konnte. So entsteht ein Film, der historische Wirklichkeit mit großer visueller Sensibilität zum Leben erweckt.
„Ein mitreißendes Historiendrama, aber auch ein bedeutendes Werk unserer Zeit“ (Filmkritik Kinozeit). Auf Grundlage der Lebensgeschichte von Jane Cumming erzählt Sophie Heldman in ihrem zweiten Langfilm ein eindringliches Justizdrama, das nah an den tatsächlichen geschichtlichen Ereignissen bleibt.