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Fortbildungen

Auf Wunsch von Freiwilligen richtet der KroKuS Fortbildungen ein.

Die Fortbildungen finden wenn möglich als kleine Abendveranstaltungen. Im Kreis der vertrauten Engagierten und vor Ort organisiert, trifft dieser Rahmen die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Teilnehmer eher als die Reise zu zentralen Veranstaltungen. Ende 2012 gab es eine große Abendreihe von 12 Stunden, insgesamt mit der umfassend gut ausgebildeten, freiberuflichen Trainerin Helga Gundlach zum Thema „Interkulturelle Kompetenz“. Eine Qualifizierung für den missverständnisärmeren Umgang mit und von Menschen aus verschiedenen Kulturen.

Zuletzt fand im April und Mai 2013 ein 9stündiges Training zum Thema: "Reden vor großen Gruppen / Umgang mit Medienvertretern" statt.

So war's „Interkulturelle Kompetenz“ - Schulung für Freiwillige

An 4  Abenden kamen 19 Freiwillige der Kromits zusammen, um mit der Trainerin Helga Gundlach Aspekte des Zusammenlebens verschiedener Kulturen zu lernen und einzuüben.
Der Start war 18:00 Uhr mit einem kleinen Abendessen, damit auch diejenigen teilnehmen konnten, die von der Arbeit oder anderen Terminen direkt ins Stadtteilzentrum kamen.

Dies waren einige Themen:
 - Kulturmodelle („Eisberg-, Zwiebel-, Rucksackmodell“)
 - Interkulturalität-Transkulturalität
 - Ethnozentrismus/Kulturbrille
 - Assimilation, Integration, Separation
 - Kulturgrammatik

Es gibt verschiedene Aspekte des Zusammenlebens und des Arbeitens die so verschieden sind, dass eine Verständigung ohne Kenntnis der kulturellen Hintergründe sehr schwierig ist, weil leicht Missverständnisse entstehen; z.B. Individualismus-Kollektivismus, direkte-indirekte Kommunikation, Aufgaben- oder Beziehungsorientierung oder verschiedene Zeitverständnisse.

Frau Gundlach hat die TeilnehmerInnen nicht nur über den Kopf geschult sondern durch Übungen die Unterschiede selbst erleben lassen. Dies macht es möglich, ein Gegenüber besser zu verstehen und sich auch einfühlen oder eindenken zu können. So ist deutlich geworden, dass verschiedene Kulturen nicht direkt mit Ländern zu tun haben, dass es zudem auch immer noch Gruppeneigenarten und individuelle Unterschiede gibt; also nicht die türkische Frau oder das deutsche Kind.

 
Wenn diese neuen Begriffe für Außenstehende auch fremd wirken, sie werden auf zukünftigen Kromitstreffen wohl weiter eine wichtige Rolle spielen.
Dank der Stadtteilbibliothek konnte die Schulung ergänzt werden durch einen thematisch breit gefächerten Büchertisch und einen Film.

Und dies haben die TeilnehmerInnen für sich gelernt:
   -   mehr Achtsamkeit für Menschen anderer Kulturen
   -   deutlicher Erkennen „wer reagiert aus welcher Sicht“
   -   innere Schubladen sind umgeworfen worden, Anlässe für Selbstanalyse gekommen
   -   besser auf das Gegenüber eingehen können
   -   Mut zum Nachfragen bekommen, tieferes Kennenlernen möglich
   -   stärkeres Interesse am Gegenüber
   -   im Kontakt teilweise neben sich stehen und das eigene Agieren reflektieren können

Für den Stadtteil wünschen sich nun die Geschulten:
   -   mehr und tiefere Kommunikation
   -   den Abbau von Hemmungen
   -   mehr Respekt und Toleranz im Umgang miteinander.

 

Ein Dank geht an die finanziellen und organisatorischen Förderer, die mit dem Stadtteilzentrum zusammen diese Qualifizierung ermöglichten: dem Verein für sozialkulturelle Stadtteilarbeit und dem Integrationsbeirat des Stadtbezirkes Kirchrode-Bemerode-Wülferode. Viele Beiratsmitglieder nahmen selbst an der Schulung teil.

Wer alle 4 Abende besuchte, erhielt ein Teilnahmebescheinigung.

Als Folge-Projekt wurde eine neue Gruppe "Kochen international" gebildet, die sich monatlich zum Zubereiten und Geniessen trifft. Die Schulungsinhalte werden als einzelne Lernbausteine anderen in weiteren Freiwilligen-Treffen vermittelt.

GWA © LHH