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Tarife und Investitionen

Das ändert sich 2020 im Erlebnis-Zoo Hannover

Günstigere Eintrittspreise für Schüler, größere Gehege für die Elefanten und vergünstigte Jahreskarten für Inhaber der Region-S-Card: Diese und weitere Veränderungen bringt das neue Zoojahr.

Neun Jungtiere bei den Präriehunden. © Erlebnis-Zoo Hannover (Quelle)

Im Erlebnis-Zoo Hannover gibt es viele Tiere zu entdecken, zum Beispiel niedliche Präriehunde.

Der Zoo legt einen Fokus auf seine wichtige gesellschaftliche Bedeutung und soll künftig eine gemeinnützige Gesellschaft (gGmbH) sein. Dies bringt einige Änderungen mit sich.

Neuer Schultarif im Erlebnis-Zoo

Von der Schulbank in den Zoo für nur 3,50 Euro: Der Erlebnis-Zoo Hannover macht sein breitgefächertes Bildungsangebot noch attraktiver: Im Zuge der Anerkennung seiner Gemeinnützigkeit bietet der Erlebnis-Zoo einen deutlich reduzierten Eintrittspreis für alle Schulformen an. Ab dem 1. Januar 2020 kostet das Schülerticket online 3,50 Euro pro Person, das beschloss der Zoo-Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 25. November 2019. Für die Nutzung des Online-Angebotes ist eine Registrierung der Schulen und Kindergärten im Zoo-Online-Portal notwendig. Beim Kauf an der Kasse wird eine Bearbeitungsgebühr von 1,50 Euro pro Ticket erhoben. Der Preis gilt für Schulen und Kindergärten von Montag bis Freitag.

"Mit diesem hochattraktiven Schultarif möchten wir allen Schulen und auch Kindergärten die Möglichkeit für einen spannenden und informativen Ausflug in den Zoo bieten und die kommende Generation von früh an für Tiere und den Erhalt ihrer Lebensräume sensibilisieren", so Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff. Denn moderne zoologische Gärten wie der Erlebnis-Zoo haben einen klaren gesellschaftlichen Bildungsauftrag: Das öffentliche Bewusstsein zur Erhaltung der biologischen Vielfalt fördern. Als anerkannter außerschulischer Lernort bietet der Erlebnis-Zoo mit seinen über 2.000 Tieren in außergewöhnlichen Themenwelten von Afrika bis Australien abwechslungsreichen Stoff für lebendigen Unterricht. Bereits im August hatte der Zoo sein Bildungsangebot mit einem neuen "Forscherzimmer" erweitert.

Online-Tagesticket: Preisstabilität bis mindestens 2021

Neben der deutlichen Preis-Senkung im Bildungsbereich gibt es auch für die Tageskarten-Kunden gute Nachrichten: Seit 2013 sind die Eintrittspreise auf nahezu gleichem Niveau und bleiben es auch mindestens bis 2021. Im Jahr 2013 kostete das Tagesticket für Erwachsene 25 Euro. Dieser Preis gilt im Online-Verkauf auch bis 2021, wie der Aufsichtsrat auf Vorschlag der Geschäftsführung beschlossen hat. "Natürlich sorgt die Inflation kontinuierlich für steigende Kosten im Tierbetrieb, sowohl bei der Wartung und Instandhaltung als auch bei den Personalkosten. Daher freuen wir uns umso mehr, die Eintrittspreise für unsere Besucher auch in den kommenden zwei Jahren stabil halten zu können", so Casdorff.

Günstigere Jahreskarte für Inhaber der Region-S-Karte

Ein neues Angebot wird es zudem für die Inhaber der Region-S-Karte geben: Ab dem 1. Januar 2020 bietet der Erlebnis-Zoo erstmals auch vergünstigte Jahreskarten für die Familie, Kinder, junge Erwachsene und Singles mit Kind an. "Im Zoo-weiten Vergleich haben wir hier schon ein sehr gutes Angebot. Mit dieser neuen Jahreskarte für Inhaber der Region-S-Card leisten wir einen weiteren Beitrag, das Erlebnis eines Zoobesuches allen Kreisen der Bevölkerung anzubieten", so Casdorff. 

Investitionen für Tiere: Neue Showarena, Elefanten-Laufhalle und mehr 

Ab 2020 wird es spannende Veränderungen im Tierbereich geben: Der Erlebnis-Zoo Hannover setzt weitere Projekte seines 2015 beschlossenen "Masterplans 2025+" um. Nach der Eröffnung der neuen Streichelwiese in 2016, der Themenwelt "Afi Mountain" für bedrohte Affen in 2017 und der Eröffnung des neuen Eingangs in diesem Sommer, wird in diesem Winter das erweiterte Gehege für den Elefantenbullen fertiggestellt. Im Anschluss beginnen die Arbeiten an der Erweiterung des Elefantenkuh-Geheges. Die Ergebnisse des Architektenwettbewerbs für den Bau einer für Besucher begehbaren Elefanten-Laufhalle werden im April erwartet.

"Gleichzeitig planen wir den Neubau der alten Showarena sowie die Erweiterung des Geländes, das durch den neuen Eingang freigeworden ist", erklärt Casdorff. Direkt hinter dem neuen Eingang soll künftig die afrikanische Themenwelt "Sambesi" beginnen. Ein neues, begehbares Warmhaus für die vom Aussterben bedrohten Rothschild-Giraffen ist ebenfalls in der Planung. "Die Anforderungen in der Tierhaltung verändern sich im Laufe der Zeit genauso wie unser Wissen über die Tiere. Wir passen unsere Anlagen diesen neuen Erkenntnissen regelmäßig an, denn das Tierwohl steht bei uns an erster Stelle."

Für die Umsetzung des Masterplans 2025+ hat der Gesellschafter des Zoos, die Region Hannover, einen Investitionszuschuss von rund 34 Millionen Euro im Jahr 2015 zugesagt, weitere Aufwendungen in ähnlicher Höhe für Instandhaltung, Wartung und Modernisierung wird der Zoo eigenfinanzieren.

"Daher freuen wir uns natürlich sehr darüber, dass wir im Zuge der Umstellung auf die gGmbH nun auch als Zoo in der Lage sind, Spenden einfacher zu verarbeiten und diese zum Wohl unserer Tiere und Artenschutzprojekte einzusetzen." Mit Hilfe von Spenden konnten bereits die Eulenvoliere in Yukon Bay vergrößert oder das neue Forscherzimmer mit dem benötigten Equipment erstellt werden. Auch die Riesenschildkröten sollen auf diese Weise Anfang 2021 in Hannover wieder heimisch werden.

(Veröffentlicht am 26. November 2019)