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Stadtarchiv Hannover

Provenienzforschung der Landeshauptstadt Hannover

Das Stadtarchiv Hannover bietet wichtige Quellen zur Provenienzforschung

Das Stadtarchiv Hannover bietet wichtige Quellen zur Provenienzforschung und steht für Anfragen zu diesem Themenkreis gerne zur Verfügung: stadtarchiv@hannover-stadt.de

Seit gut 20 Jahren ist das Stadtarchiv zudem eine Einrichtung, in der aktiv Provenienzforschung zu NS-verfolgungsbedingt entzo­genen Kulturgütern im Besitz der Stadt Hannover betrieben und in Publikationen (s.u.) und kleineren Ausstellungen öffentlich gemacht wird.

In den Beständen des Stadtarchivs selbst befinden sich Objekte, die zu einem großen Teil NS-verfolgungsbedingt entzogen wurden, Bücher aus dem NSDAP-Gauarchiv Südhannover-Braunschweig und Autographen, deren Provenienz zum Teil näher geprüft werden muss. Die Recherchen übernimmt die im Fachbereich Kultur angesiedelte Stelle für Provenienzforschung.

Das Stadtarchiv arbeitet mit dem Netzwerk Provenienzforschung in Niedersachsen zusammen und unterstützt seit 2016 Fortbildungen von Forschern an der Bundes­aka­demie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel mit praktischen Einführungen zur Provenienz­recher­­che in Archivbeständen.

Weiterführende Literatur

Cornelia Regin: Provenienzforschung im Stadtarchiv Hannover. Rückschau und Ausblick, in: Museum August Kestner, Johannes Schwartz und Simone Vogt (Hrsg.): Spuren der NS-Verfolgung. Provenienzforschung in den kulturhistorischen Sammlungen der Stadt Hannover, Köln 2019, S. 26-33.

Johannes Schwartz: Was ist Provenienzforschung? Die Washingtoner Prinzipien, ihre Umsetzung in Deutschland und Forschungen in der Landeshauptstadt Hannover, in: Museum August Kestner, Johannes Schwartz und Simone Vogt (Hrsg.): Spuren der NS-Verfolgung. Provenienzforschung in den kulturhistorischen Sammlungen der Stadt Hannover, Köln 2019, S. 16-25.

Forschungsergebnisse

Sandra Blanke: Jüdisches Eigentum im Kestner-Museum. In: Wolf-Dieter Mechler, Hans-Dieter Schmid (Bearb.): Schreibtischtäter? Einblicke in die Stadtverwaltung Hannover 1933 bis 1945 (Kleine Schriften des Stadtarchivs Hannover 2), Hannover 2000, S. 43-46.

Sandra Blanke: Das Kestner-Museum in der Zeit des Nationalsozialismus. Magisterarbeit, Historisches Seminar der Universität Hannover, 2000, S. 67-113.

Rüdiger Fleiter: Stadtverwaltung im Dritten Reich. Verfolgungspolitik auf kommunaler Ebene am Beispiel Hannovers (Hannoversche Studien 10), Hannover 2006.

Kreter, Karljosef: Ein Bestand im Stadtarchiv Hannover – viele geraubte Herkünfte: Vom NSDAP-Gauarchiv und -museum zur „Sammlung Lauenstein“ in der Stadtbibliothek und zurück. In: Regine Dehnel (Hrsg.): Jüdischer Buchbesitz als Raubgut = Zeitschrift für das Bibliothekswesen und Bibliographie, Sonderheft 88 (Frankfurt am Main 2006), S. 277-303.

Karljosef Kreter: Geraubte Bücher im Stadtarchiv Hannover. Die Identifizierung von verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut aus dem NSDAP-Gauarchiv und -museum“. In: Hannoversche Geschichtsblätter N.F. 60 (2006), S. 105-134.

Cornelia Regin: Erwerbungen der Stadt Hannover: Die Sammlung Doebbeke als Beispiel einer problematischen Provenienz. Ergebnisse einer Aktenrecherche. In: Hannoversche Geschichtsblätter N.F. 60 (2006), S. 91-95.

Vanessa-Maria Voigt: Die Geschichte eines Bildes - Lovis Corinths Gemälde „Römische Campagna“ von 1914. In: Hannoversche Geschichtsblätter N.F. 60 (2006), S. 97-103.

Cornelia Regin: Erwerbungen der Stadt Hannover. Die Gemälde der Sammlung Rüdenberg, Hannoversche Geschichtsblätter N.F. 61 (2007), S. 167-174.

Vanessa-Maria Voigt: Das Schicksal der Sammlung Max Rüdenberg in Hannover. In: Hannoversche Geschichtsblätter N.F. 61 (2007), S. 83-90.

Johannes Schwartz: Provenienzforschung zu den Goldmünzen Dr. med. Albert Davids. In: Hannoversche Geschichtsblätter N.F. 71 (2017), S. 235-257.

Johannes Schwartz: Die Bestände im Stadtarchiv Hannover als Gegenstand und Material-grundlage der NS-Provenienzforschung am Fallbeispiel Emil Meyer, Fritz Schaper und Klara Berliner, in: Archiv-Nachrichten Niedersachsen (ANN), Nr. 24/2020 (im Erscheinen!)

Zu Klara Berliners Schrank im Museum August Kestner: Link