Konrad Alsberg wurde am 5. Januar 1916 als Sohn des Arztes Dr. med. Adolph Alsberg und dessen Ehefrau Elisabeth, geb. Hofmann in Kassel geboren. Er hatte zwei jüngere Brüder: Dietrich (geb. 1917) und Richard (geb. 1918). Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten 1933 wurden Alsberg und seine Familie als jüdisch verfolgt. 1934, kurz vor seiner Abiturprüfung, gelang Konrad Alsberg die Flucht in die Schweiz. Dort besuchte er eine Hotelfachschule.
1937 reiste Alsberg nach Schweden ein, wo er seine Hotelfachausbildung abschloss. Die schwedischen Behörden verweigerten ihm die Arbeitserlaubnis für diesen Beruf. Daher arbeitete er zunächst u.a. als Transportarbeiter und Bankangestellter, bevor er als Redakteur für das Schwedisch-Internationale Pressebüro (Svensk-internationella Pressbyrån) in Stockholm tätig wurde.
Konrad Alsberg war zweimal verheiratet und hat fünf Söhne. Er starb 1971 in Stockholm.
Die Stadtbibliothek inventarisierte Alsbergs Buch im September 1945 als „Geschenk“ der Gestapo. Vermutlich beschlagnahmten die NS-Behörden den Band, als Konrad Alsberg im Herbst 1937 auf seinem Weg von der Schweiz nach Schweden das Deutsche Reich durchquerte, um sich für einige Stunden mit seinem Bruder Dietrich zu treffen.
Konrad Alsbergs restituiertes Buch in der Provenienzdatenbank Looted Cultural Assets:
Roßmann, Hermann: Flügel, Berlin: S. Fischer 1934.