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Symbolbild Feuerwehr Hannover © Ulrich Reinecke Photography

Vorführgelände INTERSCHUTZ 2015

Deutsche Meisterschaft der Höhenretter

13.06.2015 - Deutschlands Höhenretter veranstalten auf der INTERSCHUTZ 2015 ihre Meisterschaften.

Notfälle bei Arbeiten an hohen Gebäuden, auf Hochspannungsmasten oder Kränen haben die Feuerwehren vor wenigen Jahrzehnten noch oft an die Grenzen ihrer Einsatzmöglichkeiten gebracht. Längst ist das Problem gelöst: Überall in  Deutschland sind Höhenretter einsatzbereit – bei den Feuerwehren ebenso wie bei vielen Hilfsorganisationen.

Bei der „Deutschen Meisterschaft der Höhenretter“ werden im Rahmen der INTERSCHUTZ 2015 mehr als 100 Helfer einen Einblick in ihr Können geben. Jede der etwa 15 teilnehmenden Gruppen mit je sechs Rettern durchläuft insgesamt vier Stationen, an denen schwierige Aufgaben zu bewältigen sind. Die genaue Art der Übungen ist bis zum Wettkampftag, dem 13. Juni, geheim. Entscheidend ist zum Schluss die schnellste Zeit. Für Fehler bei den Übungen gibt es Strafzeiten, die auf die Gesamtzeit addiert werden. Sein Sie dabei, am Samstag, 13.06.2015, INTERSCHUTZ 2015 - auf dem Vorführgelände.

In Deutschland ist die Tradition der Höhenretter noch nicht lang. Erste Anfänge gab es zu Beginn der  1980er-Jahre in der damaligen DDR bei der Ostberliner Berufsfeuerwehr. 1986 schließlich wurde der „Spezielle Rettungsdienst“ (SRD) überall in der DDR eingeführt. In der Bundesrepublik erhielt die Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main, damals als erste Feuerwehr in den alten Bundesländern, ein spe ziell ausgebildetes Rettungsteam. In Hannover, Gastgeberstadt der INTERSCHUTZ 2015, gab die EXPO 2000 den Anstoß, als Pläne für eine Seilbahn über das Expo-Gelände bekannt  wurden. 1999 wurde aus Kräften der Berufsfeuerwehr, der Polizei und des Betreibers der Seilbahn-Gesellschaft eine Seilbahn-Rettungsgruppe gegründet.

Nach der Expo bildete sich dann die Fachgruppe Höhenrettung der Feuerwehr Hannover, die heute 40 Feuerwehrleute zählt. Alle sind gleichzeitig ausgebildete Rettungsassistenten. Zehn von ihnen sind zusätzlich zu Ausbildern für die spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen fortgebildet. Um die Zusatzqualifikation zum Höhenretter zu erwerben, sind ein 80-stündiger Grundlehrgang und eine jährliche 72-stündige Fortbildung notwendig. Vor allem werden der Umgang mit dem Seil und die Sicherungstechnik ausgiebig geübt. Das längste Seil in Hannover ist 200 Meter lang. „Allerdings sind der Höhe eigentlich keine Grenzen gesetzt, denn man kann die Seile beliebig miteinander verlängern“, erläutert Tobias Slabon, der Leiter der Höhenrettung und Wachabteilungsleiter bei der hannoverschen Berufsfeuerwehr.