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Brandeinsatz

Müllbrand am Nordhafen

16.04.2017 - Am Ostersonntag brannte Industriemüll in einer Halle auf dem Gelände eines Entsorgungsfachbetriebes im Stadtteil Nordhafen. Die Rauchentwicklung durch das Feuer war in mehreren Stadtteilen wahrnehmbar. Durch den schnellen und wirkungsvollen Einsatz der Feuerwehr konnte die Ausbreitung auf Betriebsanlagen verhindert werden. Verletzt wurde niemand. Zur Ursache und der Schadenhöhe liegen der Feuerwehr keine Angaben vor.

Den Brandrauch bliesen die Einsatzkräfte hierbei mit mehreren mobilen Druck-belüftungsgeräten und einem auf Ketten fahrbaren Löschunterstützungsfahrzeug über spezielle Rauchabzugseinrichtungen aus der Halle, um den Brandherd schnell und gezielt erreichen zu können. © Feuerwehr Hannover

Den Brandrauch bliesen die Einsatzkräfte hierbei mit mehreren mobilen Druckbelüftungsgeräten und einem auf Ketten fahrbaren Löschunterstützungsfahrzeug über spezielle Rauchabzugseinrichtungen aus der Halle, um den Brandherd schnell und gezielt erreichen zu können.

Um 09:37 Uhr löste die automatische Brandmeldeanlage eines Entsorgungsfachbetriebes an der Mecklenheidestraße Alarm aus. Der kurze Zeit später eintreffende Löschzug der Feuer- und Rettungswache 2 stellte bei der Erkundung Flammenschein und eine starke Rauchentwicklung in einer großen Halle fest. Sofort wurden ein Löschangriff eingeleitet und weitere Einsatzkräfte nachgefordert. Die Regionsleitstelle alarmierte einen weiteren Löschzug der Berufsfeuerwehr, die Ortsfeuerwehr Stöcken und mehrere Spezialfahrzeuge in das Industriegebiet im Norden Hannovers. Parallel meldeten mehrere Anwohner deutlich wahrnehmbaren Brandrauch aus den benachbarten Stadtteilen.

Einsatztrupps der Feuerwehr bekämpften den Brand mit drei handgeführten Rohren und einem Wasserwerfer in der etwa 25m x 75m großen Sortierhalle. Aus einem bis zu 4 m hohen Berg aus etwa 100 Tonnen Industrieabfällen schlugen Flammen und quoll dichter Rauch. Den Brandrauch bliesen die Einsatzkräfte hierbei mit mehreren mobilen Druckbelüftungsgeräten und einem auf Ketten fahrbaren Löschunterstützungsfahrzeug über spezielle Rauchabzugseinrichtungen aus der Halle, um den Brandherd schnell und gezielt erreichen zu können. Das Löschwasser führten die Brandbekämpfer aus mehreren Hydranten auf dem Betriebsgelände und dem Industriegebiet heran. Hierzu mussten auch Schläuche über die Mecklenheidestraße verlegt werden.

Während speziell geschulte Einsatzkräfte mit Messgeräten die Ausbreitung des Brandrauches außerhalb des Betriebsgeländes überwachten und anhand der Feststellungen bewerteten, erfolgten Warndurchsagen über die Radiosender. Bewohner der Stadtteile Ledeburg, Vinnhorst und Hainholz sollten sich möglichst nicht im Freien aufhalten und die Fenster schließen. Die Messung ergaben zu keiner Zeit Überschreitungen der Grenzwerte, auch wenn teilweise beißender Geruch außerhalb des Betriebsgeländes wahrnehmbar war. Parallel überwachten Mitarbeiter der hinzugerufenen Stadtentwässerung die Kanalisation, da hier das Löschwasser gesammelt wurde.

Um 10:41 Uhr war das Feuer unter Kontrolle und eine weitere Ausbreitung ausgeschlossen. Ab etwa 11:30 Uhr ließ dann auch die Rauchentwicklung deutlich nach, sodass auch die Warndurchsagen ab 12:00 Uhr nicht mehr notwendig waren. Während ein Bagger mit einer Greiferschaufel den Müllhaufen stückweise abtrug, löschten Einsatzkräfte einzelne Glutnester mit Wasser und Löschschaum ab.

In der ca. 12m hohen Halle sind durch Brandrauch und Hitze sichtbare Schäden entstanden, die in den nächsten Tagen durch Fachleute begutachtet werden müssen. Nach erster Einschätzung kann jedoch der Betrieb in Kürze wieder aufgenommen werden. Zur Schadenhöhe und der Brandursache liegen der Feuerwehr keine Erkenntnisse vor. Verletzt wurde niemand.

Die Feuerwehr Hannover war mit 25 Fahrzeugen und 90 Einsatzkräften bis etwa 13:30 Uhr im Einsatz.