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Symbolbild Feuerwehr Hannover © Ulrich Reinecke Photography

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Freiwillige Feuerwehr Hannover

Neue Löschfahrzeuge für Hannovers ehrenamtliche Brandschützer

Neun Ortsfeuerwehren der Freiwilligen Feuerwehr Hannover sind am 20. Dezember mit neuen Hilfeleistungslöschfahrzeugen (HLF 20) ausgestattet worden. Damit erhalten die ehrenamtlichen Brandschützer der Feuerwehr Hannover Einsatzfahrzeuge mit innovativen Techniken und Ausstattungsdetails, die den Anforderungen im Brandschutz, in der technischen Hilfeleistung und im Katastrophenschutz in einer Großstadt mit mehr als einer halben Million Einwohnern gerecht werden.

Feuerwehrdezernent Harald Härke, der Direktor der Feuerwehr Claus Lange und Stadtbrandmeister Michael Wilke übergaben heute die neun HLF 20 feierlich an die Ortsfeuerwehren und stellten die neuen Fahrzeuge vor.

Damit erhalten die ehrenamtlichen Brandschützer der Feuerwehr Hannover Einsatzfahrzeuge mit innovativen Techniken und Ausstattungsdetails im Gesamtwert von 2,7 Millionen Euro, die den Anforderungen im Brandschutz, in der technischen Hilfeleistung und im Katastrophenschutz in einer Großstadt mit mehr als einer halben Million Einwohnern gerecht werden.

„Um diese Aufgaben und Herausforderungen zu meistern, ist bestmögliches Handwerkszeug für die hannoverschen Brandschützer im Einsatz erforderlich. Hauptberufliche und ehrenamtliche Einsatzkräfte arbeiten in Hannover Hand in Hand“ hob Feuerwehrdezernent Härke hervor und betonte, dass damit, wie auch schon bei der Ausstattung mit Feuerwehrschutzkleidung die Freiwillige Feuerwehr Hannover  gleichwertiges Einsatzgerät der neuesten Fahrzeuggeneration mit Euro-6-Umweltstandard und einem einheitlich hohen Einsatzwert erhält.

„Die gute Arbeit der 700 ehrenamtlichen Einsatzkräfte wird in der Landeshauptstadt besonders wertgeschätzt“, fügte Stadtbrandmeister Wilke an.

Bei dem mehr als zwei Jahre dauernden Projektzeitraum für die Fahrzeugbeschaffung durch das Fuhrparkmanagement des Fachbereiches Feuerwehr wurden neben der Analyse der vorhandenen Fahrzeuge und Marktrecherchen zu neuen innovativen Fahrzeugtechniken auch die Mitglieder der Ortsfeuerwehren an der Projektierung von Neufahrzeugen beteiligt. Insbesondere bei den intensiven Anwenderschulungen zeigte sich ein hohes Interesse, um die moderne Technik zu beherrschen und wirkungsvoll einsetzen zu können.

Die Ortsfeuerwehren Misburg, Buchholz, Vinnhorst, Badenstedt, Limmer, Wettbergen, Stöcken, Wülfel und Davenstedt sind nach intensiver Schulung mit dem neuen HLF 20 ausgestattetworden.

Innovative Ausstattungsdetails

  • Automatisierte Getriebe entlasten den Fahrer bei Alarmfahrten im Großstadtverkehr.
  • In der Mannschaftskabine können sich 4 Einsatzkräfte (zwei Trupps) während der Anfahrt mit Atemschutzgeräten ausrüsten (bisher nur ein Trupp).
  • Blaulichter sowie Umfeld- und Geräteraumbeleuchtung sind in besonders lichtstarker LED-Technik ausgeführt.
  • Die Leuchtmittel am Lichtmast sind in besonders lichtstarker LED-Technik ausgeführt.
  • Alle tragbaren Beleuchtungsgeräte sind in LED-Technik ausgeführt.
  • Hydraulisches Rettungsgerät ist besonders leistungsstark.
  • Die Bedienelemente der Pumpe und des Lichtmastes sowie die Aufteilung, Geräteanordnung und Gerätetechnik entspricht überwiegend den Standards der HLF der Berufsfeuerwehr
  • Die Fahrzeuge führen die Gerätesätze „Atemschutz-Überwachung und Atemschutz-Notfall-Ausrüstung“ mit.
  • Ausstattung mit einem Hygieneboard.
  • Kühlbox für gekühlte Einsatzgetränke (Flüssigkeitsausgleich bei physisch anstrengenden Einsätzen).
  • Besonders ergonomische Anordnung und Entnahme der Gerätschaften (u. a. durch Klappkotflügel und Leiterentnahmehilfe für die dreiteilige Schiebleiter).

Fahrzeugdaten

  • Hilfeleistung-Lösch-Fahrzeug 20
  • Fahrgestell
    • MAN TGM 13.290 4x4 BL (6 Fahrzeuge mit Allradantrieb)
    • MAN TGM 15.290 4x2 BL (3 Fahrzeuge mit Straßenantrieb)
      Hintergrund: Bei drei Fahrzeugen musste eine maximale Bauhöhe aufgrund der baulichen Gegebenheiten in den Feuerwehrhäusern der Ortsfeuerwehren eingehalten werden, aus diesem Grund musste auf ein Fahrgestell mit Straßenantrieb 4x2 zurückgegriffen werden.
    • 213 KW / 290 PS Dieselmotor, Euro 6
    • Automatisiertes Getriebe
    • Zulässige Gesamtmasse: 15.500 kg
  • Feuerwehrtechnischer Aufbau: Magirus-Lohr, Kainbach in Österreich (Magirus GmbH, Ulm)
    • Besatzung: 9 Einsatzkräfte (Löschgruppe)
    • Maschinist
    • Fahrzeugführer
    • 7 Einsatzkräfte in Mannschaftskabine
    • Feuerlöschkreiselpumpe: FPN 10/2000 (2.000 Liter Förderleistung/min. bei 10 bar Ausgangsdruck)
    • Wassertank: 2.000 Liter
  • Beladung: Fa. Murer Feuerschutz GmbH, Einbeck
    • Umfangreiche Normbeladung „HLF 20“
    • Ergänzungen der Beladung:
      • Für technische Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen
      • Für technische Hilfeleistungen bei Wasserschäden