Das offizielle Portal der Region und der Landeshauptstadt Hannover

Symbolbild Feuerwehr Hannover © Ulrich Reinecke Photography

Bilanz zum Jahreswechsel

Einsatzreiche Silvesternacht für Feuerwehr und Rettungsdienst

01.01.2015 - Die Silvesternacht bescherte der Feuerwehr Hannover zwischen 17:00 Uhr am Silvestertag und 07:00 Uhr am Neujahrsmorgen ca. 100 Brandeinsätze. Der Rettungsdienst in der Landeshauptstadt und der  Region war mit rund 400 Einsätzen weit mehr gefordert als im letzten Jahr. Bei den Brandeinsätzen handelte es sich im Wesentlichen um Papierkorb- und Containerbrände, Brände auf Balkonen sowie brennende Hecken und Buschwerk, die durch Feuerwerkskörper entzündet worden waren. Auch etliche automatische Brandmeldeanlagen lösten durch den Rauch der Böller oder Raketen aus. Die Besatzungen der Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge hatten in der Mehrzahl der Einsätze mit Alkoholvergiftungen sowie Verbrennungen und Verletzungen durch Feuerwerkskörper zu kämpfen. Insgesamt wurden durch die Mitarbeiter der Regionsleitstelle in einer unruhigen Silvesternacht 744 Einsätze koordiniert. Größere Brände blieben in der Landeshauptstadt Hannover glücklicherweise aus.

Löschzug Feuerwehr Hannover vor dem Neuen Rathaus © Feuerwehr Hannover

Löschzug Feuerwehr Hannover vor dem Neuen Rathaus

Wie auch in den vergangenen Jahren hatten sich Feuerwehr und Rettungsdienst durch die Indienstnahme zusätzlicher Brandschutzkräfte und Rettungsmittel auf das erhöhte Einsatzaufkommen gut  vorbereitet. Neben den regulär auf den fünf Feuer- und Rettungswachen der Berufsfeuerwehr sowie den Rettungswachen der Hilfsorganisationen stationierten Fahrzeugen kamen weitere fünf Rettungswagen zum Einsatz. Bei 11 der 17 Freiwilligen Feuerwehren in der Landeshauptstadt Hannover verzichteten 148 ehrenamtliche Feuerwehrfrauen- und Männer auf die eigene Silvesterfeier und stellten sich zur Unterstützung der Berufsfeuerwehr im Feuerwehrhaus anwesend zur Verfügung. Selbstverständlich waren die anderen sechs freiwilligen Feuerwehren ebenfalls über ihren üblichen Alarmierungsweg einsatzbereit.

Bereits um 18:45 Uhr am Abend musste die Feuerwehr zu einem Verkehrsunfall in die Celler Straße in Höhe des Postbankgebäudes ausrücken. Ein mit drei Mitte zwanzigjährigen Personen besetzter PKW war aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Ein Fahrzeuginsasse wurde schwer verletzt und zunächst eingeklemmt von der Feuerwehr mit hydraulischem
Schneid- und Spreizgerät befreit. Er, wie auch die anderen zwei leichtverletzten Insassen, wurden vom Rettungsdienst versorgt und in umliegende Kliniken transportiert.

Parallel zu diesem Einsatz wurden die Kräfte des 3. Löschzuges und die Ortsfeuerwehr Kirchrode zu einem gemeldeten Wohnungsbrand in die Steinbergstraße alarmiert. Hier konnte der Regionsleitstelle aber bereits nach fünf Minuten „ Feuer aus“ gemeldet werden.

Bei einem Reitverein in der Lindemannallee waren Vereinsmitglieder dabei, ihre Pferde vor der bevorstehenden Knallerei zu beruhigen. Um sich zu wärmen, nutzen die Reiter einen gasbetriebenen Heizpilz, der durch einen technischen Defekt zu einer Flamme an der Flasche führte. Die hinzugerufene Feuerwehr ließ das Gas kontrolliert abbrennen und verhinderte dadurch größeren Schaden.

Ein Brand in einer Schaltanlage der ÜSTRA Verkehrsbetriebe setzte die Ampelanlage auf der Vahrenwalder Straße Ecke Dragonerstraße außer Betrieb. Der Störungsdienst der ÜSTRA behob den Schaden. Die Polizei übernahm die Verkehrsregelung.

Die Feuerwehr musste neben der Vielzahl von Kleinbränden um 00:35 Uhr zu einem gemeldeten Wohnungsbrand in die Osterwalder Wende im Stadtteil Hannover-Stöcken ausrücken. Hier hatte ein Feuerwerkskörper Balkonmöbel in der 1. Etage entzündet. Der Brand selbst war schnell gelöscht. Allerdings kam es durch angekippte Fenster zu einer Verrauchung der zugehörigen Wohnung. Verletzt wurde niemand.

Bis in die frühen Morgenstunden des 01. Januar 2015 waren immer wieder stark alkoholisierte oder durch Feuerwerkskörper verletzte Personen der Grund für die Einsätze im Rettungsdienst.