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Symbolbild Feuerwehr Hannover © Ulrich Reinecke Photography

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Rettungseinsatz

Aufwendige Patientenrettung

24.01.2020 - Heute Vormittag wurde die Feuerwehr Hannover zur Unterstützung eines Rettungsdiensteinsatzes gerufen. Es galt eine ca. 300 kg schwere Patientin aus Ihrer Wohnung in den Großraumrettungswagen der Feuerwehr Hannover zu transportieren.

Rettungsassistenten befestigen die Trage mit Patient auf dem Tragentisch eines RTW © Ulrich Reinecke Photography

Rettungsassistenten befestigen die Trage mit Patient auf dem Tragentisch eines RTW

Um 09:45 Uhr wurde zunächst der Rettungsdienst zu einem internen Notfall in der Plauener Straße, Stadtteil Hannover-Vahrenheide gerufen. Vor Ort trafen die Einsatzkräfte in einem Mehrfamilienhaus im dritten Obergeschoss auf eine 42-jährige Patientin, die ca. 300 kg wog. Der Notarzt stellte nach der Untersuchung vor Ort fest, dass die Frau zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert werden musste. Für die Rettung aus der Wohnung wurden daraufhin ein Feuerwehrkran mit einer Rettungsgondel sowie Spezialkräfte für die Höhenrettung angefordert. Die Regionsleitstelle alarmierte für den weiteren Transport in eine Klinik zudem den Großraumrettungswagen der Feuerwehr Hannover, der für die Aufnahme adipöser Patienten über eine entsprechend große und tragfähige Trage verfügt.

Da der Feuerwehrkran vor dem Mehrfamilienhaus nicht in Stellung gebracht werden konnten, musste die erkrankte Frau über den Treppenraum gerettet werden. Hierfür installierten die Spezialkräfte der Höhenrettung im Türrahmen der Wohnungstür zunächst einen sogenannten Türanker als Anschlagpunkt für einen Flaschenzug und mehrere Seile, an die wiederum eine sogenannte Schleifkorbtrage gebunden wurde. In der mit den Seilen gesicherten Schleifkorbtrage transportierten die Einsatzkräfte die Patientin dann Etage für Etage bis ins Erdgeschoss, von wo sie in den Großraumrettungswagen getragen werden konnte. Anschließend erfolgte der Transport in eine hannoversche Klinik.

Die Feuerwehr Hannover und der Rettungsdienst waren mit 19 Einsatzkräften und sechs Fahrzeugen bis 12:30 Uhr im Einsatz.