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Symbolbild Feuerwehr Hannover © Ulrich Reinecke Photography

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Brandeinsatz

Dachstuhlbrand im Gewerbebetrieb in Ledeburg

06.07.2015 - Ein vermutlich durch Dachdeckerarbeiten ausgelöster Dachstuhlbrand im Entenfangweg 10 (Stadtteil Hannover-Ledeburg) am Montagmittag hat die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hannover vor Herausforderungen gestellt. Der Dachstuhl eines Gewerbegebäudes wurde teilweise zerstört, Menschen kamen nicht zu Schaden.

Symbolbild Feuerwehr Hannover © Ulrich Reinecke Photography

Symbolbild Feuerwehr Hannover

Gegen 13:00 Uhr hatte ein Mitarbeiter einer Firma des Gebäudekomplexes am Entenfangweg den Brand bemerkt und die Feuerwehr Hannover alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen bereits Flammen aus dem Dach eines Hausmeisterdienstes und eines angrenzenden Aktenlagers und drohten unmittelbar auf weitere Gebäudeteile überzugreifen. Die Beschäftigten hatten ihre Betriebe bereits selbstständig verlassen können. Durch die verschachtelte Anordnung der Gebäude und Hallen und die zu erwartende rasche Ausbreitung des Feuers über das Dach wurde sofort die Alarmstufe 3 (von 5 möglichen Alarmstufen) ausgelöst.

Mit Hilfe von zwei, später drei Drehleitern und mehren Rohren konnte die Ausbreitung auf angrenzende Werkstätten und Lager verhindert werden. Aufgrund der Bauweise und den beengten Platzverhältnissen kamen die Feuerwehrkräfte nur mit großen Anstrengungen an die zahlreichen Brandnester. Hilfreich war der Einsatz der Teleskopmastbühne der Feuerwehr Hannover. Zusätzlich zur Möglichkeit, aus der Höhe Löschwasser abgeben zu können, verfügt dieses Fahrzeug über eine Wärmebildkamera im Rettungskorb. So verschafften sich die Einsatzkräfte einen guten Überblick und bekämpften gezielt verbleibende Glutnester.

Da die Feuerwehrleute ihre Arbeit nur unter schwerem Atemschutz ausführen können, wurden frühzeitig weitere Helfer alarmiert, sodass ständig ausreichend erholte Kräfte zur Verfügung standen. Dennoch  waren die Löscharbeiten für alle Feuerwehrangehörigen eine kräftezehrende und schweißtreibende Angelegenheit.

Trotz einer zwischenzeitig starken Rauchentwicklung bestand Dank der aktuellen Wetterlage für die Bevölkerung zu keiner Zeit eine Gefahr.

Der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen ca. 300.000 Euro. Die Lösch- und Aufräumarbeiten werden voraussichtlich noch bis in die Abendstunden andauern.

Im Einsatz sind mehrere Löschzüge der Berufsfeuerwehr und verschiedene Ortsfeuerwehren mit rund 65 Lösch- und Sonderfahrzeugen und ca.200 Einsatzkräften Zur Brandursache hat die Kriminalpolizei Ermittlungen aufgenommen.