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Symbolbild Feuerwehr Hannover © Ulrich Reinecke Photography

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Unwettereinsätze

Zahlreiche Einsätze nach Gewitter

05.07.2015 -Nach dem hochsommerlichen Wochenende mit hohen Temperaturen entlud sich am frühen Sonntagabend ein heftiges Gewitter über dem Stadtgebiet Hannover. Die Feuerwehr Hannover musste innerhalb kurzer Zeit zu 35 Einsätzen ausrücken. Personen wurden nicht verletzt.

Löschfahrzeug im Einsatz bei einem Sturmschaden © Feuerwehr Hannover

Symbolbild: Löschfahrzeug im Einsatz bei einem Sturmschaden

Meldungen zu umgestürzten Bäumen, herabgefallenden Ästen, überschwemmten Straßenunterführungen und Wasserschäden in Gebäuden erreichten die Regionsleitstelle hauptsächlich zwischen 18:30 Uhr und 20:30 Uhr.

Eine der ersten starken Windböen erfasste einen Fenstervorhang in einer Wohnung im 3. Obergeschoss eines Hauses in der Noltestraße im Stadtteil Linden-Nord. Der am offenen Fenster wehende Vorhang entzündete sich an einer in der Nähe brennenden Kerze und fing Feuer. Nachbarn sahen den offenen Feuerschein am Fenster und alarmierten die Feuerwehr. Die kurze Zeit später bei heftigem Sturzregen eintreffenden Einsatzkräfte eines Löschzuges hatten die Gefahr schnell gebannt und die Reste des abgebrannten Vorhangs gelöscht. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden ist gering.

Um 18:39 Uhr alarmierte die Regionsleitstelle mehrere Einsatzfahrzeuge in den Stadtteil Kirchrode. Hier fiel eine etwa 30 m hohe Esche vom Gelände des Tiergartens auf die Tiergartenstraße und blockierte diese vollständig. Zudem drückte die mächtige Krone des Baumes die stromführende Oberleitung der Üstra bis auf die Straße. Die ersten eintreffenden Einsatzkräfte sperrten sofort die Tiergartenstraße für den Verkehr, sicherten den Gefahrenbereich ab und alarmierten zusätzliche Kräfte für die schwere Technische Hilfeleistung. Die hinzugerufenen Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe ÜSTRA richteten einen Schienenersatzverkehr für die Stadtbahnlinie 5 nach Anderten ein und leiteten den Busverkehr um. Die Feuerwehr zerteilte den Baum mit Kettensägen. Vorher musste jedoch der Strom in den Oberleitungen der Stadtbahn sowie in der Straßenbeleuchtung von Fachleuten abgeschaltet werden. Da die Arbeiten bis in die Nacht andauern, wurde die Einsatzstelle mit zahlreichen Scheinwerfern taghell ausgeleuchtet. Nach Angaben der Verkehrsbetriebe ÜSTRA werden die Stadtbahnen aufgrund der notwendigen Reparaturarbeiten an den Oberleitungen bis in die frühen Morgenstunden nicht fahren können.

Während des etwa einstündigen Gewitters knickten zudem Äste von Bäumen ab und behinderten Verkehrswegen. Die Feuerwehr musste hier 14-mal tätig werden, um die Hindernisse zu beseitigen.

Durch den heftigen Starkregen liefen Verkehrsunterführung und tiefer gelegene Räume in Gebäuden voll Wasser. Hier war die Hilfe der Feuerwehr in 17 Fällen gefordert.

Zwischen 18:30 und 21:30 waren zahlreiche Kräfte der Berufsfeuerwehr und auch der Freiwilligen Feuerwehr Hannover gleichzeitig im Einsatz. Allen Anforderungen konnte schnell entsprochen werden.