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Symbolbild Feuerwehr Hannover © Ulrich Reinecke Photography

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Starkregen

Feuerwehr Hannover mehr als vier Stunden im Dauereinsatz

01.06.2016 - Nachdem eine Gewitterfront mit Starkregen heute Nachmittag über Hannover zog, waren insbesondere östliche Stadtteile von Wasserschäden betroffen. Bis gegen 19:30 Uhr waren im Stadtgebiet 106 Einsätze zu verzeichnen, dabei waren 235 ehrenamtliche und hauptberufliche Kräfte im Einsatz. Vereinzelt waren zu diesem Zeitpunkt noch Hilfeersuchen zu verzeichnen oder laufende Einsätze abzuarbeiten.

Symbolbild Feuerwehr Hannover © Ulrich Reinecke Photography

Symbolbild Feuerwehr Hannover

Gegen 15:30 Uhr erreichte am Mittwoch eine Gewitterfront mit Starkregen das Stadtgebiet von Hannover und bescherte der Feuerwehr Hannover im Laufe des Nachmittages 106 Einsätze. Die Regionsleitstelle Hannover hat sich auf die zu erwartende hohe Anzahl von Notrufen vorbereitet und in Bereitschaft befindliche Disponenten aktiviert. Auch die Notrufe zu mehr als 70 Einsätzen im Osten der Region Hannover liefen dort auf und wurden durch alarmierte Feuerwehren der betroffenen Gemeinden abgearbeitet.

235 ehrenamtliche und hauptberufliche Einsatzkräfte von allen Feuer- und Rettungswachen der Berufsfeuerwehr sowie neun Ortsfeuerwehren der Freiwilligen Feuerwehr wurden eingesetzt, um die Vielzahl von Unwettereinsätzen abzuarbeiten. Hierbei handelte es sich vorrangig um Wasserschäden nach dem Starkregen bei denen Wassersauger zum Einsatz kamen.

Besondere Einsätze:
Im Pflegeheim Lister Meile (Oststadt) war ein Löschfahrzeug zur Beseitigung eines Wasserschadens mit Tauchpumpen und Wassersauger zwei Stunden im Einsatz. In der Grundschule Goetheplatz (Calenberger Neustadt) kam es zu einem Wasserschaden im Keller, hier war ein Löschfahrzeug für zweieinhalb Stunden im Einsatz.

In einer Bankfiliale in der Bahnhofstrasse (Mitte) war ein Transformator im Keller durch eindringendes Wasser gefährdet. Die Einsatzkräfte vor Ort forderten den Energieversorger Enercity an, der Notdienst schaltete betroffenen Gebäude-Bereiche vor Beseitigung des Wasserschadens stromlos. Da im Zuge des Einsatzes ein Brandgeruch wahrnehmbar wurde, erfolgte vorsorglich die Alarmierung eines weiteren Löschzuges, dieser Verdacht hat sich aber nicht bestätigt, nach einer Kontrolle des Gebäudes mussten die zusätzlich alarmierten Brandschützer hier nicht tätig werden. Auf einem Flachdach des Diakoniekrankenhauses Henriettenstift (Südstadt) staute sich durch den Starkregen Wasser bis zu 20 Zentimetern Höhe. Wasser drohte hier in das Gebäude einzudringen. Der Dachabfluss wurde durch die Einsatzkräfte instand gesetzt, so dass das Wasser abfließen konnte. Im Gebäude wurden Aufzugsschächte kontrolliert und Decken aufgenommen, um die Wasserschäden zu erkunden. Die Einsatzstelle wurde an die Techniker des Krankenhauses übergeben, die die weitere Schadenbearbeitung übernahmen.

Im Groß-Buchholzer Kirchweg kam es in Höhe des Mittellandkanals zu einer Gefährdung durch einen angebrochenen Ast. Hier kam eine Teleskopmastbühne der Ortsfeuerwehr Misburg zum Einsatz, die den abgebrochenen Ast entfernte.